Kombiverkehr Mercedes-Benz stellt die Weichen für seine Logistik
Mercedes-Benz Hamburg gestaltet seine Logistik effizienter und nachhaltiger: Durch die Neuausrichtung eines kombinierten Verkehrs auf Schiene und Straße will das Werk im Norden seine Stellung als Zulieferer für die südlichen Mercedes-Benz-Montagewerke unterstreichen und die Vorteile durch die gemeinsame Nutzung von Schiene und Straße ausschöpfen.
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Seit kurzem rollt täglich ein Zug mit Achsen und Komponenten aus dem Mercedes-Benz-Werk Hamburg in südliche Richtung. Bislang sind die Werke Sindelfingen, Rastatt und Untertürkheim in diese Logistikumstellung eingebunden. Ab dem nächsten Jahr will Mercedes-Benz weitere Werke mit dem kombinierten Verkehr erreichen.
Schienen- und Straßenanbindung ergänzen sich ideal
Die hervorragende Autobahnanbindung des Hamburger Werkes, heißt es, werde nun um die Vorteile eines Schienenanschlusses ergänzt. Als größter Eisenbahnknotenpunkt Nordeuropas biete Hamburg dem Mercedes-Benz-Werk ideale Ausgangsbedingungen zum Aufbau eines kombinierten Verkehrskonzepts.
Wie Mercedes-Benz weiterhin mitteilt, werden die Komponenten aus dem Werk Hamburg zunächst auf Wechselbrücken verladen und von Lkw zum nahegelegenen Bahnterminal gebracht, wo sie zu einem Ganzzug zusammengestellt werden. Dieser steuert dann den Verteilerterminal in der Nähe des jeweiligen Werkes im Süden an, wo Lkw die Fracht wieder übernehmen und in das Werk bringen.
Kombinierter Verkehr bewährt sich ökonomisch und ökologisch
Die Vorteile von Straße und Schiene ergänzen sich nach Ansicht von Mercedes-Benz optimal zum Nutzen des Werkes, seiner Kunden und seines Umfelds.
Lkw erweisen sich demnach als ideale Variante für den Transport unterschiedlicher Ladungen und schwankender Kapazitäten über kürzere- und mittlere Strecken, während der Schienenverkehr bei regelmäßigen und gleichgerichteten Warenströmen im Landverkehr über größere Distanzen punktet. Durch eine Kombination beider Verkehrsträger erwartet Mercedes-Benz, pro Jahr rund 12500 Straßenfahrten auf die Bahn verlegen zu können.
Von dem Mix der Transportmittel profitiert nicht nur das Werk Hamburg, wie es heißt: Bei gleichbleibender Liefertreue ergeben sich Kostenvorteile und zudem werden CO2-Emissionen reduziert.
Konbinierter Verkehr erhöht Effizienz in der Lieferkette
Mit seiner Neuaufstellung in der Logistik will das Mercedes-Benz Werk Hamburg auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig eine zusätzliche Effizienzsteigerung innerhalb der eigenen Lieferkette erreichen.
„Die Verlagerung auf die Schiene ist für alle eine Herausforderung, aber wir sind auf einem guten Weg. Die ersten Meilensteine sind gemeistert und es bleibt trotzdem noch einiges zu tun“, zieht der Projektverantwortliche Rudolf Brulz eine erste Bilanz.
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