Die aktuellen MIMA-Preisträger zeigen laut Roland Berger, wie modulare digitale Tools die Datennutzung für alle User-Ebenen vereinfachen und zu einem strategisch wichtigen Vorteil werden.
Die diesjährigen MIMA-Sieger (Microsoft Intelligent Manufacturing Award) stehen fest! Den Gesamtsieg konnte sich der Premiumautobauer Mercedes-Benz sichern. Hier mehr dazu, nebst weiteren Unternehmen, die sich dabei hervorgetan haben.
(Bild: sdecoret - stock.adobe.com)
Jochen Gleisberg, Partner bei Roland Berger und Mitglied der Fachjury, gratulierte den Preisträgern zu ihren Leistungen: „Auch in diesem Jahr konnten wir wieder sehen, wie kreativ und innovativ Unternehmen der Fertigungsindustrie sind.“ Ihre Beharrlichkeit und ihr Engagement für Exzellenz seien für die Jury inspirierend und zeigten den starken Innovationsgeist, der in dieser Branche herrsche. Die Zukunft der Fertigung wird durch geschickte Innovationen sowie neue Formen der Zusammenarbeit bestimmt, und der Microsoft Intelligent Manufacturing Award (MIMA) zeichnet die besten Lösungen dafür aus. Die Gewinner dieses Jahres machen deutlich, wie man neue Wege findet, die mehr Effizienz, bessere Qualität und mehr Nachhaltigkeit ermöglichen. Der MIMA würdigt diesen Einsatz und ermutigt zu weiteren Fortschritten für die Digitalisierung der Fertigungsindustrie. Bewerber für den MIMA 2024 konnten ihre Exzellenz dabei in den fünf Kategorien Innovate!, Scale!, Add Value!, Disrupt! und Sustainability! unter Beweis zu stellen. Den Gesamtsieg konnte sich die Mercedes-Benz AG sichern. Und zwar mit ihrer MO360 Data Platform. EMEA-weit gab es 50 Einreichungen, wie die Jury sagt.
Das innovative MIMA-Siegerprojekt im Detail
Die MO360 Platform von Mercedes-Benz ist eine Weiterentwicklung des digitalen Produktionsökosystems MO360 des Premiumautobauers. Sie ermögliche es den Teams, potenzielle Engpässe in der Lieferkette schneller zu erkennen und eine dynamische Priorisierung der Produktionsressourcen für Elektro- und „Top End“-Fahrzeuge vorzunehmen. Die einheitliche Datenplattform basiere auf Microsoft-Azure und biete dem Automobilhersteller die Flexibilität und Cloud-Rechenpower, die nötig sei, um künstliche Intelligenz (KI) und Data Analytics global einzusetzen. Gleichzeitig könne man jeweils regionale Cybersicherheits- und Compliance-Standards erfüllen. Anders als die meisten anderen industriellen Datenplattformlösungen, erzielt das Mercedes-Benz-System in einer, wie es heißt, komplexen, turbulenten Branche bei allen Nutzergruppen greifbare und schnelle Digitalisierungserfolge. In der Begründung der Jury für die Auszeichnung als Gesamtsieger heißt es wörtlich: „Die Lösung demokratisiert Daten nicht nur durch die Vereinfachung und Standardisierung des Datenzugriffs über einen Self-Service-Datenmarktplatz, sondern auch dadurch, dass sie die Digitalisierung quasi von unten nach oben vorantreibt und auf allen Ebenen begeistert.“
Jan Brecht, Chief Information Officer der Mercedes-Benz Group AG, kommentiert das Projekt mit den Worten: „Auf dem Weg zu einer softwaregetriebenen Organisation werden Daten zur Priorität für uns alle. Im Produktionsumfeld liefert die MO360 Data Platform Daten effizient und mit einfachem, Gen-AI-basiertem Zugriff über natürliche Sprache. So demokratisieren wir Daten von Maschinen, Fahrzeugen und Prozessen. Diese lassen sich in Echtzeit abrufen und unsere Beschäftigten können mittels Drill-Down-Dashboards datenbasierte Entscheidungen treffen. Die Datenplattform ist eine große Leistung unserer funktionsübergreifenden Produktions- und IT-Teams.“
Assistenz-Tool gibt Werkern individualisierte Anweisungen
Und das Dortmunder Unternehmen Wilo SE hat mit seiner adaptiven Werkerassistenz in der Kategorie Add Value! gewonnen. Das Assistenzsystem kommt in der Smart Factory des Unternehmens zum Einsatz, in der Pumpen und Pumpensysteme produziert werden. Die neue Möglichkeit liefere den Mitarbeitern über Bildschirme präzise Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Montage von nicht weniger als 12.000 Produktvarianten. Sie stellt sich dabei auch noch individuell auf jede Person ein, wie die Jury betont. Je geübter eine Produktionskraft und je geringer ihre Fehlerquote ist, desto komprimierter werden die Inhalte schließlich angezeigt. Die Einbindung von „Augmented Reality“-Technologie vereinfache dabei die Nutzung der adaptiven Werkerassistenz zusätzlich. Ihre Einführung verkürzt außerdem die Einarbeitungszeit von neuem Personal und ermöglicht einen flexibleren Einsatz der Personen. Ebenso würden die Qualität und Produktivität erhöht.
„Der MIMA zeichnet unsere außergewöhnliche Innovationskraft aus. Darauf sind wir stolz! Die Wilo-Gruppe versteht sich als digitaler Pionier ihrer Branche. Ein Anspruch, den wir natürlich auch in unseren Produktionsprozessen leben. Die adaptive Werkerassistenz zeigt, wie die Digitalisierung in der Industrie handfeste Mehrwerte schafft – ohne dabei den Menschen außer Acht zu lassen. Denn: Bei Wilo steht der Mensch immer im Mittelpunkt“, fasst Georg Weber, Mitglied des Vorstands und Chief Technology Officer (CTO) der Wilo-Gruppe, die Jury-Entscheidung zusammen.
Stand: 08.12.2025
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Die nachhaltigere Batterieproduktion ist da
Der schwedische Batteriehersteller Northvolt hat die Jury mit seiner Idee für eine nachhaltigere Batterieproduktion überzeugt. Sein Particle Trap System gilt als eine Innovation für eine Überwachung der technischen Sauberkeit, die verfahrenstechnische Verbesserungen, eine benutzerfreundliche App und hochmoderne Technologien kombiniert. Mithilfe der Power Platform habe Northvolt in bemerkenswert kurzer Zeit fortschrittliche Analysefunktionen, ein KI-Klassifizierungsmodell für Bilderkennung, Microsoft Copilot und Chat-GPT nahtlos integriert. Das Ganze konnte schnell eingeführt werden, ist kosteneffizient und gut an die spezifischen Organisationsprozesse des Unternehmens anpassbar, wie es weiter heißt.