Lagerverwaltung

Mit SAP das Lager besser in den Griff bekommen

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Die Software optimiert die Nutzung sämtlicher Lagerplätze und Lagerbewegungen und lagert zum Beispiel auch die Bestände mehrerer Werke in chaotisch geführten Lagern zusammen. Anhand von Kennziffern lässt sich sehr schnell feststellen, ob richtig eingelagert wird – beispielsweise, ob sich Schnelldreher tatsächlich an einem optimalen Platz befinden.

Verbessertes Lagercontrolling mittels Software vermeidet Fehler beim Kommissionieren

Durch das verbesserte Lagercontrolling entstehen weniger Fehler beim Kommissionieren, die Inventurkosten verringern sich und letztendlich erhöht sich auch die Zufriedenheit beim Endkunden, wenn er pünktlich und korrekt beliefert wird.

Eine Kosten-Nutzen-Analyse und die exakte ROI-Berechnung können allerdings nur im Einzelfall erfolgen. Den Ausgaben für Lizenzen, neue Hardware, Userschulungen und die Einführung der Lösung stehen Effizienzsteigerungen, höhere Transparenz und Einsparungen durch die Ablösung von Altsystemen sowie eine Verringerung der Wartungskosten durch einen einheitlichen Softwarestand gegenüber. Dadurch, dass mit der technisch recht einfach möglichen Anbindung von Automaten an das Lagerwirtschaftssystem diese ihren „Black-Box-Charakter“ verlieren und die Transparenz steigt, lassen sich diese Prozesse einfacher überwachen und kontrollieren.

Die Zahl der fehleranfälligen Schnittstellen verringert sich und eventuell müssen auch weniger externe Dienstleister in Anspruch genommen werden. Es gibt Hunderte von Faktoren, die bei einer Kosten-Nutzen-Analyse eine Rolle spielen und im Einzelfall untersucht werden müssen, aber im Schnitt lässt sich rund ein Drittel der bisherigen Lagerkosten einsparen. Mit Sicherheit wird auf jeden Fall die Abwicklung schneller und es findet eine spürbare Prozessbeschleunigung statt.

Komplexere EWM-Projekte können mehr als ein Jahr dauern

Ein EWM-Projekt, so die praktische Erfahrung, kann je nach Komplexität und Rahmenbedingungen über ein Jahr dauern. Um diese Laufzeiten zu verkürzen und die Kosten bei der Einführung zu reduzieren, haben die IT-Experten der BASF einen Template-Ansatz und einen funktionsfähigen Prototypen entwickelt.

Darin werden zehn typische Lagerprozesse abgebildet, die rund 90% aller Anforderungen abdecken. Dazu zählen zum Beispiel Einlagerungsprozesse, lagerinterne Prozesse und Auslagerungsprozesse. Aber auch die besonderen Spezifika von Block- und Palettenlagern wie die mobile Datenerfassung und die Einbindung der Fördertechnik werden in dem Template berücksichtigt.

Der Anpassungsaufwand im späteren Projekt wird durch diese Vorarbeit sehr überschaubar und lässt sich zudem durch einen detaillierten Customizing-Leitfaden unterstützen. Der Effekt: Mit dem vordefinierten Template verkürzt sich nun der Zeitaufwand in einem Projekt um 30 bis 50%.

* Kai Susemichel ist IT-Teamleiter Supply Chain Management bei der BASF IT Services GmbH in 67050 Ludwigshafen

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