Lagerverwaltung Mit SAP das Lager besser in den Griff bekommen

Die Standardsoftware SAP Extended Warehouse Management (EWM) macht aus dem herkömmlichen Lager ein modernes Logistik-Dienstleistungszentrum. Die Einführung der Software kann durch einen Prototypen und einen Template-Ansatz wesentlich beschleunigt werden.

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Bild 1: Im BASF-Lager-und-Verteil-Zentrum in Frankenthal sorgt ein SAP-Lagerverwaltungssystem für Bestandstransparenz und effiziente Prozesse bei Distribution und Lagerhaltung. (Bild: BASF IT Services)
Bild 1: Im BASF-Lager-und-Verteil-Zentrum in Frankenthal sorgt ein SAP-Lagerverwaltungssystem für Bestandstransparenz und effiziente Prozesse bei Distribution und Lagerhaltung. (Bild: BASF IT Services)

In vielen Unternehmen sind die Lager heute ein zentraler Bestandteil der Lieferkette – sowohl innerbetrieblich als auch im Verbund mit Kunden und Lieferanten. Die Folge: Leistungen, die von modernen Lagern erbracht werden müssen, sind heute häufig um die Einbindung externer Prozesse erweitert, zum Beispiel Transport-Cross-Docking, Verpackungsdienstleistungen oder Transport durch externe Spediteure.

Hinzu kommt für Unternehmen die ständige Herausforderung, die Kapitalbindung im Lager einerseits zu reduzieren und dabei andererseits die Versorgung aller Partner möglichst just in time zu garantieren. Diesem Zwiespalt muss sich heutzutage jedes Lagerverwaltungssystem stellen.

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Höhere Transparenz von Prozessen und Beständen

Mit SAP Extended Warehouse Management (EWM) existiert eine Lagerverwaltungssoftware, mit der sämtliche Warenbewegungen abgewickelt und Bestände verwaltet werden können. Als eine Komponente von SAP SCM (Supply Chain Management), die ursprünglich für die Verwaltung von Ersatzteilen entwickelt wurde, bietet die Software eine moderne Lösung der Lagerprobleme. Neben den klassischen Funktionalitäten, die zur individuellen Strukturierung und Steuerung von Lagern benötigt werden, stehen damit nun Instrumente zur Verfügung, mit denen Lager strategisch in der Lieferkette platziert werden können, um so auch besser und flexibel für zukünftige Anforderungen gerüstet zu sein.

Die in SAP EWM integrierten Funktionen und Geschäftsprozesse für die Lagerverwaltung sorgen für eine höhere Transparenz von Prozessen und Beständen, eine präzise Planung von Warehouse-Management-Abläufen sowie effiziente Prozesse für Distribution und Lagerhaltung (Bild 1). Auch komplexe Lagerstrukturen und -prozesse ließen sich damit in einer Standardsoftware abbilden.

Fördertechnik im Lager direkt aus SAP steuern

Die Materialflussrechner-Steuerung und das Ressourcenmanagement können damit ebenso realisiert werden wie die Steuerung unterschiedlichster Kommissioniersysteme (Pick-by-Voice) oder die Unterstützung der Tätigkeiten durch mobile Datenerfassungsgeräte. Erstmals ist damit auch die gesamte Fördertechnik eines Lagers direkt aus einem SAP-System steuerbar (Bild 2).

Für eine Implementierung der Software gibt es drei mögliche Szenarien:

  • als integriertes Add-on zum zentralen ERP-System (ECC 6.0),
  • als Teil des dezentralen SCM-Moduls mit direkter Anbindung an das ERP-System oder
  • als dezentrale Stand-alone-Lösung.

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