Nicht zu früh freuen! Dem Fachkräftemangel geht wohl die Luft aus – aber ...

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Wie es aussieht, hat der viel beklagte Fachkräftemangel in Deutschland bereits 2022 seinen Zenit erreicht ...

Trügerisch ist, dass der quälende Fachkräftemangel derzeit auf einem Minimum gelandet ist, wie Experten erkennen. Denn das heiße noch lange nicht, dass es den Betrieben gutgehe ...(Bild: ©  industrieblick - stock.adobe.com)
Trügerisch ist, dass der quälende Fachkräftemangel derzeit auf einem Minimum gelandet ist, wie Experten erkennen. Denn das heiße noch lange nicht, dass es den Betrieben gutgehe ...
(Bild: © industrieblick - stock.adobe.com)

Der Fachkräftemangel in Deutschland hat sich seit seinem Höhepunkt vor knapp vier Jahren mehr als halbiert, hat die staatliche Förderbank KFW analysiert. Denn zu Beginn des zweiten Quartals 2026 meldeten nur noch 21 Prozent der deutschen Unternehmen Beeinträchtigungen durch fehlende Fachleute. Das jedenfalls geht aus dem aktuellen KFW-IFO-Fachkräftebarometer hervor. Im dritten Quartal 2022 lag der Anteil der Betroffenen noch bei 49,7 Prozent, heißt es weiter. Der Grund für die Entspannung sei aber alles andere als ein guter! Denn nicht ein größeres Angebot an qualifizierten Arbeitskräften treibt den Rückgang, sondern die anhaltende Wirtschaftsschwäche. Vor allem Unternehmen aus der Industrie kämpfen derzeit mit sinkender Nachfrage, hohen Energiekosten und internationalem Konkurrenzdruck – deshalb stellen sie eben weniger neue Leute ein. Deshalb gaben zuletzt nur noch 14 Prozent an, zu wenig Personal zu haben. Sobald Deutschland aber wieder konjunkturell nach oben drifte, sei der Fachkräftemangel wieder sichtbarer. Deshalb mahnen die Experten, derzeitige Maßnahmen nicht abzustellen und parallel stark auf Ausbildung in Mangelberufen, lebenslanges Lernen und höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren zu setzen. Auch der gezielte Zuzug von ausländischen Fachkräften müsse verfolgt werden.

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