Digitale Zwillinge
Emulation bringt mehr Sicherheit beim Betrieb

Von Ashkan Ashouriha * 4 min Lesedauer

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Hersteller müssen bisweilen feststellen, dass nicht alle digitalen Zwillinge den gleichen betrieblichen Mehrwert ermöglichen. Produktionssysteme werden komplexer, Zeitfenster für Inbetriebnahmen enger.

Emulation ist mehr als Simulation: Sie bringt die Steuerungslogik und das Automatisierungsverhalten in die virtuelle Umgebung ein. (Bild:  Rockwell Automation)
Emulation ist mehr als Simulation: Sie bringt die Steuerungslogik und das Automatisierungsverhalten in die virtuelle Umgebung ein.
(Bild: Rockwell Automation)

Vor diesem Hintergrund erweist sich die Emulation als praktische Methode, um Risiken zu minimieren, Inbetriebnahmen zu beschleunigen und Verpackungsleistungen zu validieren, noch bevor eine Anlage überhaupt real existiert. Lebensmittel- und Getränkehersteller haben hohe Erwartungen in Bezug auf Verpackungsabläufe: Gefordert ist Flexibilität, ohne dabei den Durchsatz zu beeinträchtigen. Die Produktvielfalt nimmt zu, Losgrößen werden kleiner und Endnutzer erwarten, dass sich Verpackungssysteme schnell an wechselnde Produktionsanforderungen anpassen. Gleichzeitig sind Hersteller weniger bereit, Verzögerungen bei der Inbetriebnahme, Integrationsprobleme oder längere Produktionsausfälle zu tolerieren. Diese Kombination verändert die Diskussion rund um digitale Zwillinge.

Simulation und Emulation unterscheiden sich

Häufig wird der digitale Zwilling als eine visuelle Darstellung einer Maschine oder Produktionsumgebung angesehen. Die ausschließliche Visualisierung beseitigt jedoch nicht die zunehmenden technischen Herausforderungen, die Verpackungsbetriebe lösen müssen. Moderne Produktionslinien umfassen komplexe Interaktionen zwischen Robotik, Antriebssystemen, Fördertechnik, Bildverarbeitungs- und Verpackungstechnologien. Diese stammen oftmals von verschiedenen Anbietern. Dabei wird erwartet, dass diese Lösungen unmittelbar als koordiniertes Gesamtsystem einwandfrei funktionieren.