Hafenlogistik Mukran Port zieht Spezialterminal für Offshore-Windenergie hoch

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Mecklenburg-Vorpommern und der Fährhafen Sassnitz investieren über 25 Millionen Euro in den Ausbau eines Spezialterminals für Schwerlast- und Projektladung. Mukran soll damit der zentrale Basishafen für die Offshore-Windenergieindustrie im Ostseeraum werden.

Mit der Modernisierung und Erweiterung der Schwerlast- und Logistikinfrastruktur schafft der Mukran Port die Voraussetzungen, um auch künftig die steigenden Anforderungen moderner Offshore-Windenergieprojekte effizient bedienen zu können.(Bild:  Silke Steen)
Mit der Modernisierung und Erweiterung der Schwerlast- und Logistikinfrastruktur schafft der Mukran Port die Voraussetzungen, um auch künftig die steigenden Anforderungen moderner Offshore-Windenergieprojekte effizient bedienen zu können.
(Bild: Silke Steen)

Mukran Port rüstet sich für die Energiewende und festigt seine Position als bedeutende maritime Logistikdrehscheibe in Norddeutschland: Um der steigenden Nachfrage im Bereih der Offshore-Windenergie gerecht zu werden, wird der Liegeplatz 10 zu einem hochleistungsfähigen Spezialterminal ausgebaut. Land und Hafen lassen sich das, wie es heißt, über 25 Millionen Euro kosten. Wegen der notwendigen Ramm- und Gründungsarbeiten sei in den Sommermonaten, wie es weiter heißt, „zeitweise mit einer erhöhten Geräuschentwicklung im Hafenumfeld“ zu rechnen. Dafür bitten die Projektbeteiligten um Verständnis.

Die Energiewende braucht leistungsstarke Häfen. Mit dem Ausbau von Liegeplatz 10 passen wir unsere landseitige Infrastruktur vorausschauend an die enormen Dimensionen moderner Offshore-Komponenten an.

Henry Forster, Geschäftsführer Mukran Port

Im gleichen Zug schafft Mukran Port auch die Voraussetzungen für den künftigen Rückbau bereits bestehender Offshore-Anlagen. Damit sichere man, wie aus dem Norden zu erfahren ist, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Mukran. Hinter diesem Großvorhaben stecken die Klimaziele der Bundesrepublik Deutschland, die mindestens 30 Gigawatt Offshore-Windenergie bis 2030 vorsehen.

Verdoppelte Spundwandlänge

Der bisher nur 123 Meter lange Liegeplatz 10 ist an seine Kapazitätsgrenze gestoßen und soll nun umfassend modernisiert werden. Im Zuge des Wasserbaus wird die Spundwand auf 240 Meter beinahe verdoppelt und die Hafensohle auf maximal -12,50 Nullhöhenmeter vertieft. Auf vor Ort betonierten Rammpfählen entstehen zudem eine neue, 1.670 Quadratmeter große 50-Tonnen-Schwerlastplatte sowie eine moderne Roll-on-Roll-off-(RoRo-)Rampe. Parallel dazu erfolgt im Bereich der Logistikflächen eine Erweiterung der Lagerareale um circa 8.000 Quadratmeter inklusive einer zeitgemäßen Regenentwässerung. Für den lückenlosen 24/7-Betrieb wird darüber hinaus die technische Infrastruktur durch den Ausbau der Stromversorgung und der Beleuchtung optimiert.

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