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Mit Visualisierung bei der Automobilproduktion den Überblick bewahren

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Ergonomische Datenverarbeitung

Aus ergonomischer Sicht ist es wichtig, eine nutzerorientierte Kommunikationsschnittstelle hinsichtlich der Datenaufbereitung und der Informationsvisualisierung bereitzustellen. Die Daten werden durch das Produktionssystem gefiltert und aufbereitet, wodurch dem Nutzer nur essenzielle und relevante Informationen vorliegen. Dies hat den Vorteil, dass keine unnötigen Informationen Einfluss auf eine Entscheidung seitens des Nutzers ausüben können und jener den Prozess besser überblicken kann.

Die Visualisierung der gefilterten Informationen muss auf eine Art und Weise erfolgen, die dem Nutzer die Informationen mühelos und eindeutig interpretieren und analysieren lässt. So geben Visualisierungen viel schneller einen Überblick über komplexe Zusammenhänge als es textliche Beschreibungen vermögen.

Überblick über die Produktion

Ein weiterer wichtiger Punkt für den Prozess der sequenziellen Produktion ist die Verfügbarkeit von Daten und Informationen. Diese müssen jederzeit und überall zugänglich sein, um beispielsweise die Reaktionszeiten der Nutzer auf unerwartete Ereignisse innerhalb der Produktion zu verkürzen. Vor allem Webtechnologien und mobile Geräte, wie Smartphones oder Tablets, erlauben einen flexiblen Zugang zu der Kommunikation mit Maschinen und erleichtern dadurch das Verständnis für komplexe Sachverhalte.

Eine weitere Herausforderung stellt im Rahmen von Industrie 4.0 die Vernetzung von Objekten, Steuerungen und Sensoren mit Anwendern zu einem Internet der Dinge, der Daten und der Dienste dar. Sie sorgt für eine neue Qualität der Verfügbarkeit von Informationen über die Produktionsabläufe in Echtzeit. Die Aktualität der Datenmodelle und die Transparenz des Produktionsgeschehens nehmen somit insgesamt zu.

Fazit

In der Vergangenheit wurde die ergonomische Sicht auf die Visualisierung und Aufbereitung von Daten eher vernachlässigt. Grafische Oberflächen wurden in der industriellen Produktion meist schnell und ohne Bedacht gestaltet, da sich die Komplexität der Prozesse noch in Grenzen hielt und der Fokus auf die Lauffähigkeit des Systems gesetzt wurde. Für die Zukunft jedoch ist diese Thematik aufgrund der sich verändernden Produktionsumgebung als weiterer Schritt in Richtung Industrie 4.0 unumgänglich. Die stärkere Orientierung des Produkts an den Kunden und die somit erstandene Produktindividualität ist ausschlaggebend für die Wettbewerbsfähigkeit, und führt dazu, dass vorerst kein Ende der steigenden Komplexität im Produktionsumfeld in Sicht ist.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Die zunehmende Modellvielfalt der Automobile und die vielfältigen individuellen Ausstattungen fordern deren Produzenten heraus.
  • Mit Lean Production und den damit verbundenen schlanken, flexiblen Prozessen bleiben Automobilhersteller wettbewerbsfähig.
  • Die Lean Production stützt sich auf die Fertigung nach dem Just-in-Time-Prinzip.
  • Die hohe Modell- und Variantenvielfalt bringt jedoch die Just-in-Time-Produktion an ihre Grenzen.
  • Eine Lösung bietet das Just-in-Sequence-Prinzip, das auf der produktionssynchronen Verfügbarkeit aller benötigten Teile beruht.
  • Für die erfolgreiche Umsetzung des Just-In-Sequence-Prinzips sind die Verfügbarkeit aller relevanten Daten und deren ergonomische visuelle Präsentation die entscheidenden Faktoren.
  • Zenon sorgt für Transparenz bei der Automobilproduktion nach dem Just-in-Sequence-Prinzip.
  • Zenon stellt die erforderlichen Daten auf verschiedenen Endgeräten ergonomisch dar.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal Industry of Things und wurde von Sebastian Human betreut.

* Dominik Hellinger ist Technical Excellence Automotive bei Copa-Data

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