Großauftrag 22 Herma-Etikettiermaschinen gehen an Parallelimporteur Kohlpharma

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Importe von Originalpräparaten namhafter Arzneimittelhersteller sind durchschnittlich etwa 10 Prozent günstiger, müssen zum Verkauf hierzulande aber mit einem deutschen Etikett überklebt werden. Parallelimporteur Kohlpharma erledigt das mithilfe von robusten Ettiketiermaschinen von Herma.

Präzisionsarbeit und selbst für Eingeweihte nicht zu erkennen: Das neue Etikett liegt so exakt über dem Originaletikett, dass Letzteres nicht mehr zu erkennen ist.(Bild:  Herma)
Präzisionsarbeit und selbst für Eingeweihte nicht zu erkennen: Das neue Etikett liegt so exakt über dem Originaletikett, dass Letzteres nicht mehr zu erkennen ist.
(Bild: Herma)

Man kennt das ähnliche Prinzip von den EU-Reimporten im Automobilmarkt: Deutsche Hersteller verkaufen ihre Karossen im Ausland günstiger und das machen sich findige deutsche Autohändler zunutze. Ähnlich funktioniert das auch bei Arzneimitteln: Importierte Arzneimittel sind günstiger als Originalprodukte in Deutschland und werden deshalb importiert. Das Geschäft ist allerdings kleinteilig, denn einzelne Sendungen kommen, wie beim Parallelimporteur Kohlpharma, häufig nur in Losgrößen von einigen Hundert Stück und auch noch verteilt auf mehrere Chargen – bei teuren Arzneien ist die Losgröße 1 keine Seltenheit. Die Originalverpackungen müssen dann mit mindestens einem deutschen Etikett überklebt werden, teilweise auch mit mehr Etiketten für die Primär- und Sekundärverpackungen. Rund 200.000 Etiketten klebt Kohlpharma deshalb auf – pro Tag und just in time.

Wegen der kleinen Losgrößen muss das Rüsten der Etikettierer wahnsinnig schnell gehen und von allen Mitarbeitern mit der immer gleichen Qualität im Ergebnis gewährleistet werden.

Wolfgang Barth, Gruppenleiter Technik Fertigung bei Kohlpharma

Zur gewünschten Flexibilität kommt hohe Präzision hinzu: Manche Originalhersteller bestehen laut Herma darauf, dass bestimmte Schriftzüge oder Markennamen nicht neu gedruckt werden dürfen. Kohlpharma-Gruppenleiter Barth: „Unsere Etiketten enthalten dann entsprechende Aussparungen, die auf den Millimeter genau passen müssen.“ Die Modulbauweise der Herma-500-Etikettierer und ihre Variabilität wären da schon von großem Vorteil.

Spezielles „Tuning“

In Zusammenarbeit mit den Herma-Spezialisten erhalten die Etikettierer zum Teil noch ein spezielles „Tuning“, das ganz auf den langjährigen besonderen Erfahrungen von Kohlpharma beruht. Schließlich ist das Umetikettieren hier eine Kernkompetenz. „Wir legen auf sehr viele kleine Details Wert und die Liste dieser Details wird immer länger. Das kann Herma aber optimal berücksichtigen“, sagt Barth.

So läuft die Andrückrolle im Auslauf nicht nur, wie üblich, einfach mit, sondern sie selbst ist oftmals auch angetrieben. „Sie läuft dabei sogar einen Tick schneller als das Transportband“, erläutert Barth. „Das ist schon ungewöhnlich. Für unsere Produktionsbedingungen mit oft sehr leichten Packungen resultiert daraus jedoch eine höhere Etikettierqualität und -präzision.“ Diese Präzision sei auch erforderlich, wenn kleine Fläschchen etwa für Tropfen auf einer Herma-Etikettiermaschine vom Typ 152E-S ein neues Rundumetikett erhalten, denn das bestehende Etikett könne ja nicht einfach von Kohlpharma entfernt werden.

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