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Die Zustellung folgt einer A-B-C-Systematik
Neben der Qualität zählt Pünktlichkeit. Mit jeder Sendung übernimmt Fritz die Verantwortung für die Liefertreue des Zulieferers. Die Logistik folgt einer strikten A-B-C-Systematik. Nach der Bestellung durch Heidelberg avisiert der Lieferant seine Sendung am Tag A bis spätestens 17 Uhr bei Fritz. Ab 7 Uhr am Folgetag B holt der Cargoline-Partner vor Ort die Ware ab. Mit dem standardisierten Systemverkehr der Stückgutkooperation erreicht diese das Logistikzentrum in Heilbronn. Damit die Ware spätestens am Tag C bei Heidelberg ist, verladen die Speditionsmitarbeiter noch in derselben Nacht die bereitstehenden Sendungen auf Trailer. Diese starten für das frühe Zeitfenster von 6 bis 10 Uhr oder für die Abendanlieferung zwischen 18 und 20 Uhr in Richtung Wiesloch/Walldorf.
„Im Werk soll der Verkehr an den Laderampen ruhig und möglichst ohne Wartezeit für die Fahrer ablaufen“, beschreibt Thorsten Bauch, Corporate Commodity Manager Logistics bei Heidelberg, das Ziel. Für eine zügige Abfertigung der Lkw setzt er deshalb nicht nur auf die getaktete Anlieferung, sondern auch auf einen automatisierten Datenfluss. Bereits in der Pilotphase der Zusammenarbeit hat die Fritz-Gruppe in ein webbasiertes System für einheitliche Wareneingangsdaten und elektronische Lieferscheine investiert. Für den vorgezogenen Wareneingang im Logistikzentrum bei Fritz überträgt Heidelberg heute jede Bestellung bei Lieferanten direkt aus dem SAP-System in das webbasierte SCM-System.
Trifft die Ware dazu im Logistikzentrum ein, gleicht ein Fritz-Mitarbeiter den Papierlieferschein des Lieferanten über vorgegebene Sachnummernschlüssel per Mausklick mit den Bestellpositionen ab. Ist alles in Ordnung, erzeugt das System automatisch einen elektronischen Lieferschein und avisiert die Sendung mit allen erforderlichen Wareneingangsdaten in Wiesloch/Walldorf beim Kunden. Bei Ankunft der Sendung greifen die Daten des Lieferscheins nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip mit dem Datensatz des Avis ineinander – die Prozesse sind aufeinander abgestimmt. „Wir können alle Lieferungen im Wareneingang ohne zeit- und kostenintensive Nachbearbeitung sofort zuordnen“, bestätigt Bauch die hohe Qualität der Anlieferdaten. „Das erspart uns die kostenintensive und zeitraubende Nachbearbeitung vor Ort.“
60 % der Behälter kommen geplant, der Rest ad hoc
Heidelberg profitiert zudem von den Milkruns der Spedition. „Die Transporte der vollen und leeren Behälter in zahlreichen Formen und Größen mit anderen Ladungen in bestimmten Regionen möglichst kosteneffizient zu verknüpfen, das ist die Kür für uns“,erklärt Günter Gruber, Prokurist der Spedition Fritz. Keine leichte, aber eine spannende Aufgabe für ihn und sein Team, denn je nach Maschine ändern sich die Teile und dadurch die Lieferanten und Strecken. Auch das Volumen ist nur bedingt planbar: 60 % kommen mit Voranmeldung, der Rest ad hoc. Die Herausforderungen des Logistikalltags meistern die Mitarbeiter von Fritz und Heidelberg vor allem mit einem gemeinsamen Prozessverständnis. Dafür arbeiten sie auf allen Ebenen eng und vertrauensvoll miteinander. „Probleme lösen wir zielführend ohne lange Diskussionen“, sagt Bauch. Damit diese gar nicht erst entstehen, hat Gruber einen KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) mit vierteljährlichen Treffen installiert. Stets mit am Tisch: operative Mitarbeiter von beiden Seiten, damit der Wareneingang in Wiesloch/Walldorf niemals unter Druck gerät.
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