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Eine wichtige Voraussetzung für einen reibungslosen Weiterverkauf ist ein einheitlicher Palettenstandard: Alle Paletten müssen genormt sein, damit – ähnlich wie beim Tausch – Plagiate und Billig-Nachbauten nicht in den Kreislauf gelangen. Hier erfüllt zum Beispiel die World-Palette alle erforderlichen DIN-Standards.
Alternativen zum Palettentausch für alle Beteiligten nötig
Die Idee, vom Tausch auf den Weiterverkauf umzusteigen, ist nicht neu. Gerade die Spediteure, die beim Tausch etwa 65% der Gesamtkosten tragen und jährlich mit Kosten im sechsstelligen Bereich zu kämpfen haben, fordern den Ausstieg aus dem Palettentausch.
Allerdings gab es bislang für das System des Weiterverkaufs – außer im Chemiebereich – nur Insellösungen. Es fehlt ein durchgängiges Konzept: Jeder Beteiligte, ob Verlader, Spediteur oder Empfänger, betrachtet ausschließlich die eigene Situation und vergisst meist die anderen Partner, die jedoch mitspielen müssen, damit der Weiterverkauf funktioniert.
Paletten-Weiterverkauf statt Palettentausch bewährt sich
Die Lösung hat sich nun in der zweijährigen Praxis und „Pionierphase“ des Weiterverkaufs quasi wie von selbst ergeben: Insgesamt haben mittlerweile rund 200 Falkenhahn-Kunden — namhafte Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen — den Umstieg auf den Weiterverkauf gewagt und diesen Schritt bislang nicht bereut. Im Gegenteil: Eine aktuelle Erhebung und Auswertung unserer Kundendaten hat gezeigt, dass der Weiterverkauf der Palette wesentlich wirtschaftlicher ist und sich in gut 90% der Fälle für den Verlader rechnet.
Einsparungen im hohen sechsstelligen Eurobereich sind dabei keine Seltenheit. Selbst die Empfänger (Handelsunternehmen) können hierbei noch Geld sparen. Und die Speditionen, die bisher den größten Kostenblock zu tragen hatten, bleiben bei dieser Vorgehensweise ganz außen vor, da sie nur noch in der Rolle des reinen Transporteurs der Produkte sind.
Probleme und Lösungen beim Paletten-Weiterverkauf
Hauptproblem war und ist die Abnutzung und der damit einhergehende Wertverlust der neuen Palette. Verständlicherweise hat der Empfänger der Palette kein Interesse, diesen Wertverlust zu tragen. Somit fällt diese Rolle dem Verlader zu: Dieser spart durch die Umstellung vom Tausch auf Weiterverkauf seine bisherigen Kosten für Ersatz und Reparatur der Paletten sowie einen Großteil seiner Verwaltungskosten ein.
Die dadurch erzielten zusätzlichen Gewinne könnte er theoretisch komplett für sich einstreichen oder aber er subventioniert damit den Wertverlust, den der Empfänger sonst zu tragen hätte. Somit kann er seinem Kunden, dem Empfänger, einen echten Mehrwert bieten.
Umstieg von Palettentausch auf Paletten-Weiterverkauf rechnet sich auch für Verlader
Durch dieses Modell wird das Modell des Weiterverkaufs nicht nur für den Empfänger — in erster Linie Unternehmen des Groß- und Einzelhandels — attraktiv. Auch für den Verlader rechnet sich der Umstieg.
Durch die Reduzierung eines riesigen Verwaltungsapparates, der sich durch den Tausch schleichend in vielen Betrieben aufgebläht hat, und die klaren Eigentumsverhältnisse an jeder Schnittstelle der Logistikkette ergeben sich für alle Beteiligten ausreichende Einsparpotenziale.
Marcus Falkenhahn ist Vorstandsmitglied der Falkenhahn AG in 36419 Geisa
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