In Verbindung mit „ZetesMedea“ automatisiert das kamerabasierte „ImageID“-Gate einen Teil des Wareneingangsprozesses von Continental und kommt damit der Strategie von Industrie 4.0 einen großen Schritt näher. Die „ZetesMedea-ImageID“-Lösung basiert auf der patentierten automatisierten Machine-Vision-Technologie von Zetes.
Staplertransport: Mithilfe der Machine-Vision-Technologie „ZetesMedea-ImageID“ lassen sich Wareneingangsprozesse automatisieren.
(Bild: Zetes/Marcus Walter)
Es ist ein Markt mit Zukunft: Moderne Autos sind mit einer zunehmenden Zahl von Sensoren ausgestattet, die ihr Umfeld wahrnehmen können und dadurch die Fahrsicherheit erheblich erhöhen. Das ermöglicht zum Beispiel das Erkennen von Verkehrszeichen und das autonome Fahren. Entwickelt und produziert werden solche digitalen Helfer von Conti Temic Microelectronic, einem Tochterunternehmen der Continental AG. Einer der Produktionsstandorte befindet sich in Ingolstadt.
Fokus auf Industrie 4.0
Vor dem Hintergrund des konzernweiten Wandels in Richtung Industrie 4.0 spielen auch hier die Themen Digitalisierung und Automatisierung eine wichtige Rolle. Verbesserungspotenziale entlang des internen Materialflusses werden bei Continental gezielt identifiziert und genutzt. Dabei geriet auch der Wareneingangsprozess in den Fokus. In Ingolstadt werden täglich große Mengen an Paletten vereinnahmt, auf denen jeweils bis zu 60 einzelne Behälter gestapelt sind. Jeder Behälter verfügt über ein MAT-Label mit einem 2D-Barcode, der ausgelesen und mit den in SAP vorhandenen Anlieferungen verglichen werden muss.
Bildergalerie
„Dieser Vorgang wurde früher aufwendig manuell mit einem Handscanner durchgeführt und dauerte einige Minuten pro Palette“, erinnert sich Alexander Lamotte, der bei Continental Automotive Technologies als Supply Chain Specialist tätig ist. Stellte sich dabei eines der Etiketten als fehlerhaft heraus, musste dieses danach erneut erstellt und erfasst werden. „Wir wollten diesen Prozess automatisieren und machten uns auf die Suche nach geeigneten Lösungen und Anbietern“, so Lamotte.
Professionelles Auftreten
Nach mehreren Gesprächen kristallisierte sich das von Zetes konzipierte kamerabasierte „ImageID“-Gate zur Palettenerfassung als Teil des Warehouse-Execution-Systems (WES) „ZetesMedea“ als die beste Kombination heraus. „Zetes hat uns sowohl durch die Technologie als auch durch ein sehr professionelles Auftreten überzeugt“, betont Monika Fuchs, die am Standort Ingolstadt den Wareneingang verantwortet. Dieser Eindruck habe sich auch in der anschließenden Projekt- und Implementierungsphase bestätigt, die im Juni 2021 beendet werden konnte.
Bedienerfreundliche Schnittstelle
Seitdem funktioniert der Wareneingang bei Continental in Ingolstadt wie folgt: Die Paletten werden im Wareneingang zunächst mit einem Gabelstapler vom Lkw entladen, gegebenenfalls die Stretchfolie entfernt und dann werden die Paletten von dort zum „ZetesMedea-ImageID“-Gate transportiert. Dieses befindet sich unmittelbar vor dem Hallendurchfahrtstor, das den Wareneingang von der Lagerhalle trennt. Rechts und links vor der Durchfahrt sind am Gate die Zetes-„ImageID“-Kameras installiert, die Bilder von jeder Palette beziehungsweise jedem Mehrweg-Transportbehälter aufnehmen. Die Technologie decodiert und überprüft sofort alle Etiketten der Mehrweg-Transportbehälter, die sich auf der Palette befinden, und löst für den Mitarbeiter am Rolltor ein Freigabe- oder Stoppsignal aus. Zu den weiteren Elementen des Gates gehören eine Signalampel sowie eine mobile Arbeitsstation mit einem mobilen Scanner, Etikettendrucker und Monitor. Dessen Bildschirm zeigt die webbasierte und bedienerfreundliche Benutzerschnittstelle (Web UI) von „ZetesMedea“.
„Das ,ImageID‘-Gate ist ein weiterer Schritt in eine automatisierte Zukunft. Mit dieser Technologie arbeiten wir im Wareneingang schneller und in einer höheren Qualität“, bestätigt Andreas Dinzinger, Head of SCM Warehouse and Shipping am Standort Ingolstadt.
Wertvolle Zeit gespart
Sobald der Staplerfahrer die Palette zwischen den beiden Kamerasäulen abgestellt hat, beginnt der Scanprozess. Dieser ist nach wenigen Sekunden abgeschlossen, was durch die grafisch aufbereiteten Ergebnisse am Monitor und das grüne Licht der Ampel bestätigt wird. Zugleich wird durch Zetes-„ImageID“ das Rolltor zur Lagerhalle geöffnet, sodass die Ware eingelagert werden kann. Jetzt tritt auch der Etikettendrucker in Aktion, der mit SAP automatisch ein Summenlabel generiert. Nachdem dieses auf der Palette fixiert wurde, steht der Einlagerung nichts mehr im Wege. „Früher musste das Summenlabel manuell erstellt werden, was weitere wertvolle Zeit gekostet hat“, erläutert Monika Fuchs.
Supply-Chain-Lösungen
Zetes mit Hauptsitz in Brüssel (Belgien) ist ein Technologieunternehmen, das auf Supply-Chain-Optimierung und Bürgeridentifizierung spezialisiert ist. Mit dessen Supply-Chain-Lösungen schaffen Unternehmen Agilität, Transparenz und Rückverfolgbarkeit in ihrer gesamten vernetzten Lieferkette.
Mit dem zentralen Lösungsangebot und Zugriff auf modernste Technologien erreichen Organisationen diese Agilität, Transparenz und Rückverfolgbarkeit – von der Verpackungsanlage durchgehend bis zur Filiale. Das Know-how von Zetes erstreckt sich über ein breites Branchenspektrum: Einzelhandel, pharmazeutische Industrie und Gesundheitswesen, Lagerhaltung und Distribution, Lebensmittel und Getränke, Produktion, Transport und Logistik, Automobilindustrie, Post und Kurierdienste.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Falls beim Scanvorgang einzelne Barcodes nicht erkannt wurden, da sie beispielsweise beschädigt oder verdeckt waren, wird der Mitarbeiter sofort über eine optische Warnung mit der Ampel sowie über die Web-Benutzeroberfläche (WEB UI) benachrichtigt. In diesen Fällen werden die betroffenen Label im Palettenbild, das auf der Web UI angezeigt wird, hervorgehoben. Dies ist eine visuelle Hilfe für den Mitarbeiter, der die fehlenden Daten direkt mit dem Handscanner nacherfassen kann, ohne lange suchen zu müssen. Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, ist die Palette bereit zur Einlagerung.
SAP-Abgleich in Echtzeit
Während ein gelbes Ampelsignal dem Mitarbeiter anzeigt, dass einige Daten fehlen, deutet die Farbe Rot auf einen generellen Fehler hin. In diesem Fall muss die Palette ausgeschleust werden. Das kann zum Beispiel passieren, wenn für die Palette noch kein Auftrag vorliegt. Schließlich werden die Artikeldaten beim Scanvorgang von „ZetesMedea“ nicht nur gelesen, sondern in Echtzeit an einen Webservice übertragen, der die Daten mit den in SAP hinterlegten Anlieferungen abgleicht. Der Wareneingang wird in SAP automatisch gebucht.
Mit dem neuen Wareneingangsprozess ist man bei Continental in Ingolstadt mehr als zufrieden. „Durch das ,ZetesMedea-ImageID‘-Gate sparen wir bei jeder eingelagerten Palette deutlich Zeit. Der Effekt liegt bei einer Minute pro Palette“, erklärt Alexander Lamotte. Pro Tag summieren sich die Einsparung im Wareneingang, womit wertvolle Zeit gewonnen wird. In weniger als zwei Jahren soll sich die Investition amortisiert haben.
Unterschiedliche Prozesse
Mit einer noch schnelleren Amortisation rechnet Continental bei der zweiten Installation eines „ZetesMedea-ImageID“-Gates im südhessischen Groß-Rohrheim. Dort betreibt Continental auf einer Fläche von 34.000 Quadratmetern sein zentrales Logistikzentrum für den Pkw-Ersatzteilmarkt. Betrieben wird es von einem externen Dienstleister. „Da sich der Prozess leicht vom Standort Ingolstadt unterscheidet, haben wir uns für Groß-Rohrheim als weiteren Pilotstandort entschieden“, erläutert Alexander Lamotte, der auch dieses Projekt geleitet hat.
Im Gegensatz zu Ingolstadt werden in Groß-Rohrheim keine 2D-, sondern 1D-Barcodes erfasst. Auch die Modulgröße der Barcodes weicht ab. Ein weiterer Unterschied besteht hinsichtlich des Leseabstands zwischen Palette und Kamera. Hier kann „ZetesMedea-ImageID“ seine große Flexibilität ausspielen und Leseabstände von bis zu mehreren Metern abdecken. So kann Zetes gewährleisten, alle Barcodes innerhalb eines frei definierbaren Lesebereiches zu erfassen, was in der Praxis bedeutet, dass durchaus Lesefelder von mehreren Quadratmetern Größe erreicht werden. Auch in diesem Punkt ist die von Zetes entwickelte Lösung extrem flexibel.
Diese Flexibilität wird Continental auch an anderen Standorten nutzen: Nach den ersten beiden Installationen wird der Technologiekonzern weitere „ZetesMedea-ImageID“-Gates in den USA und Litauen einführen. (bm)
* Marcus Walter ist freier Autor in 84183 Niederviehbach. Weitere Informationen: Zetes GmbH, 22335 Hamburg, Tel. +49 40 5328880, info@de.zetes.com