Transportlogistik Porsche setzt stärker auf alternative Antriebe

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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In seiner Logistik hat Porsche ein Auge auf den Transport geworfen. Elektrisch angetriebene Lkw ersetzen beim Stuttgarter Sportwagenbauer Laster mit konventionellem Antrieb und ergänzen die Biogasflotte. In einem Modellprojekt wird außerdem synthetischer Dieselkraftstoff (HVO100) erprobt.

Alternative Lkw-Parade auf dem Logistikhof (v.r.): zwei E-Lkw, ein Lkw mit Biogas-Antrieb sowie ein Lkw mit synthetischem Kraftstoff (re-Fuels) fahren Material und ganze Neufahrzeuge für Porsche.(Bild:  www.eberl.photo)
Alternative Lkw-Parade auf dem Logistikhof (v.r.): zwei E-Lkw, ein Lkw mit Biogas-Antrieb sowie ein Lkw mit synthetischem Kraftstoff (re-Fuels) fahren Material und ganze Neufahrzeuge für Porsche.
(Bild: www.eberl.photo)

Zusammen mit seinen Logistikpartnern setzt Sportwagenhersteller Porsche an seinen Standorten Zuffenhausen und Weissach (beide Baden-Württemberg) sowie Leipzig (Sachsen) sechs neue Lastkraftwagen mit Elektroantrieb ein, die meisten davon stammen von Scania. Rund um die Werke transportieren die neuen Lkw Produktionsmaterialien und ergänzen dort die 22 mit Biogas betriebenen Brummis. Ein weiterer elektrisch angetriebener Lkw liefert ab dem Werk Zuffenhausen neue Sportwagen in die Schweiz. Porsche gibt sich „technologieoffen“ und verfolgt noch einen weiteren Ansatz: In einem mehrjährigen Versuch und unter wissenschaftlicher Begleitung des Karlsruher KIT wird der Einsatz systhetischer Dieselkraftstoffe (HVO100) geprüft. Diese sogenannten „re-Fuels“ werden rund um das Werk Zuffenhausen bei zwölf Lastern aus der Bestandsflotte eingesetzt.

Der Einsatz von Lkw mit alternativen Antrieben und Kraftstoffen ist ein wichtiger Schritt, um unsere ambitionierten Ziele zu erreichen.

Albrecht Reimold, Vorstand Produktion und Logistik bei Porsche

Bei Porsche kommen seit längerem mit Biogas betriebene Lkw zum Einsatz, die jetzt um die sechs neuen „Elektriker“ ergänzt werden. Außerdem haben sich die Porsche-Logistikpartner Keller Group, Müller – Die Lila Logistik und Elflein dazu verpflichtet, die elektrischen Laster mit „grünem“ Strom zu betreiben. Dies gelte auch, wie es heißt, für den neuen elektrischen Lkw des Logistikdienstleisters Galliker, mit dem neue Sportwagen aus Zuffenhausen in die Schweiz gefahren werden.

Verschiedene Alternativen im Test

Synthetischer Dieselkraftstoff wird bei Porsche schon seit 2020 probehalber in der Bestandsflotte eingesetzt. Der vierjährige Modellversuch mit den „re-Fuels“ läuft zusammen mit dem KIT und dem Logistiker Müller, der im Rahmen des Projekts zwölf Lkw einsetzt. Der dabei verwendete Kraftstoff HVO100 von Neste (Finnland) bestehe, wie es heißt, aus Rest- und Abfallstoffen und entspreche den aktuellen Andorderungen gemäß der Renewable Energy Directive II (RED II). Im Praxiseinsatz hätte dieser Kraftstoff bisher überzeugen können, heißt es von Seiten Porsche.

Aber auch der Bahntransport hat beim Sportwagenbauer Zukunft: Züge werden insbesondere für die Belieferung der Werke mit Teilen und Komponenten genutzt. Oder auch für den Transport von Neufahrzeugen zu den Seehäfen, um sie dort für den Export in Länder außerhalb Europas vorzubereiten. (bm)

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