Controlling

Produktkostenmanagement sichert Profitabilität auch in der Krise

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Kostentreiber identifizieren

Was also können Unternehmen konkret tun, um die Krise abzuwenden? „Um diesen Risiken zu entgehen, müssen Unternehmen eine präzise Kostenkalkulation aufbauen“, erklärte der Bundesvorsitzende des „Verbandes deutscher Insolvenzverwalter“ Siegfried Beck Anfang November auf einer Pressekonferenz. Beck weiß wovon er spricht. Täglich bekommen es die Vertreter seines Standes mit einer wachsenden Zahl von Unternehmen zu tun, denen dies nicht gelang.

Kernaspekte eines modernen Produktkostenmanagements

Da sich die Kosten eines Produktes vom Erstentwurf bis zur Produktion jedoch fast täglich ändern, ist es notwendig, dass die Kosten zu jedem Zeitpunkt aktuell und präzise vorliegen. Gleichzeitig müssen Hebel gefunden werden, um die Kosten zu senken. Kernaspekte eines solchen modernen Kostenmanagements sind:

  • Sämtliche Unternehmensbereiche müssen zentral überwacht werden. Das Controlling wird so zur Schaltstelle von Einkauf, Produktplanung, Konstruktion und Vertrieb.
  • Kostentreiber müssen identifiziert und ineffiziente Herstellungsprozesse offengelegt werden.
  • Technisch gleichwertige aber kostengünstigere Produktvarianten und Fertigungstechnologien müssen frühzeitig erkannt und ausgewählt werden.
  • Werden betriebswirtschaftliche Alternativen beim Make or Buy oder die Wahl des Lieferanten fundiert bewertet, lassen sich auch hier Einsparungen erzielen.
  • Dem „Target Costing“ oder Zielkostenmanagement kommt eine Schlüsselfunktion zu. Die Produkte müssen bereits während Entwicklungsphase kontinuierlich einem Ziel-/Plan-Forecast-Vergleich unterzogen werden.

Für die meisten Unternehmer und Kalkulatoren sind diese Forderungen gar nicht so neu. Sie wissen, was notwendig ist, um Kosten zu kontrollieren und wo immer möglich, zu senken. Das Problem ist: Mit den derzeit genutzten Controlling-Instrumenten können sie ein solches Kostenmanagement nicht umsetzen. „Ein Hauptgrund für die mangelhafte Kontrolle der Kosten sind ungeeignete oder unzureichend implementierte Controlling-Instrumente“, so Prüße. Bei jedem vierten Unternehmen sind laut Studie außerdem die IT-Systeme nicht optimal an die Bedürfnisse des Kostenmanagements angepasst.

Eine Tabellenkalkulation ist nicht zwingend das geeignete Controlling-Werkzeug

Kostenexperte Thoralf Nehls weiß: „In anderen Branchen sieht es nicht anders aus.“ Der Geschäftsführer der Facton GmbH, einem führenden Anbieter von Product-Lifecycle-Costing-Software schätzt, dass fast 80% aller Unternehmen im Controlling mit MS Excel arbeiten. „Also mit einem Programm das völlig ungeeignet ist für ein modernes Kostenmanagement – und das aus reiner Gewohnheit.“ Die Folgen: Die Produktkosten lassen sich nicht verfolgen und laufen aus dem Ruder.

Notwendig für ein modernes Kostenmanagement sind stattdessen moderne IT-Instrumente. So genannte Lifecycle-Costing-Software wie die von Facton bringen Controlling, Produktmanagement, Einkauf und Vertrieb auf einer Plattform zusammen. Produktkosten lassen sich so genau verfolgen, Zielkosten einhalten und Kostentreiber aufdecken. Unternehmen sparen auf diese Weise bares Geld und erhöhen ihre Erträge. Damit sind sie auch in Krisenzeiten bestens gewappnet.

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