Palettieren

Roboter für Odol und Co.

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Das Konzept der Consultants sah vor, die dritte Linien-Wertschöpfungsstufe zu entkoppeln und zentral in einem „Central Packaging Center“ (CPC) zusammenzufassen. „Die durch die funktionale Besetzung dezentral anfallenden, ungenutzten Nebenzeiten können durch die Zentralisierung produktiv genutzt und in Summe reduziert werden. Manuelle Tätigkeiten können unternehmerisch sinnvoll automatisiert werden“, erläutert Görz.

Bei der Ausplanung des Projektes hatte Peter Rustenbeck, technischer Leiter am Standort Herrenberg und Projektleiter des CPC-Projektes, zwei wichtige An-forderungen: „Erstens, die eingesetzte Technik muss robust sein. Zweitens, wir müssen bei allen technischen und baulichen Veränderungen weiterhin die GMP-(Good-Manufacturing-Practice)Richtlinien einhalten.“

Manuelles und automatisiertes Packzentrum

Das Lösungskonzept für die Intralogistiklandschaft gliedert sich in zwei Teile: ein manuelles Packzentrum im Hygienebereich, in dem mehrere Linien parallel endverpackt und palettiert werden und ein automatisiertes Packzentrum im schwarzen Bereich, welches über Fördertechnik mit Neuware versorgt wird. Hier palettiert ein Kuka-Knickarmroboter parallel 19 unterschiedliche Produktformate auf drei Paletten, welche dann über einen Verfahrwagen entsorgt und im Anschluss automatisch gestrecht werden.

Mit der Idee, alle Projekterfahrungen, positive wie negative, auszutauschen und zu konservieren (Learnings), wurde ein After Action Review im Anschluss an jede der drei Projektphasen (Konzeptentwicklung, Planung, Realisierung) gemeinsam mit VPPL und dem SLT von GSK durchgeführt.

Herrenberg baut Spitzenposition im internen und externen Konzernwettbewerb aus

Das Ergebnis: Durch die Automatisierung konnte GSK am Standort Herrenberg das Personal an der Linie signifikant reduzieren und für andere Bereiche einsetzen. Weitere Effekte hinsichtlich Kosten und Qualität ergaben sich, sodass beispielsweise der Aufwand des Palettenwechsels auf/von Alupalette, wie es in der Pharmabranche üblich ist, mehrheitlich entfällt und die Vielfalt und Menge an organischen Einsatzstoffen im Hygienebereich deutlich reduziert wird, heißt es bei den Projektverantwortlichen.

Zufriedene Gesichter deshalb auch bei GSK und Frank-Michael Kunkel, verantwortlicher Site-Director des Standortes Herrenberg. Er fasst das Projekt mit seinen Worten zusammen: „Die Berater haben die DNA unseres Standortes verstanden und bei der Konzeptentwicklung alle unsere Besonderheiten berücksichtigt. Wir sind stolz auf unser Projekt und die neue Anlage. Wir haben unsere Spitzenposition im internen und externen Konzernwettbewerb ausgebaut.“

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