Joint Venture Scania und Sennder bauen Joint Venture zur Elektrifizierung und Dekarbonisierung von Verkehren

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Digitalspediteur Sennder und Lkw-Hersteller Scania gründen das Joint Venture (JV) Juna. Das Ziel des in Berlin angesiedelten Unternehmens ist die Elektrifizierung der Logistikbranche im großen Maßstab und die gleichzeitige Dekarbonisierung dieses Wirtschaftsbereichs.

E-Truck von Juna: Das Joint Venture zwischen Scania und Sennder will den Übergang zu elektrifizierten Schwertransporten beschleunigen.(Bild:  Sennder)
E-Truck von Juna: Das Joint Venture zwischen Scania und Sennder will den Übergang zu elektrifizierten Schwertransporten beschleunigen.
(Bild: Sennder)

Wie es heißt, investieren beide Unternehmen einen siebenstelligen Betrag und wollen bis 2024 100 Elektro-Lkw ins JV einbringen. Mit diesem Investment will man elektrische Lösungen in der Straßenlogistik in ganz Europa erschließen. Dazu führt Juna eigenen Angaben zufolge ein „Pay-per-Use-Modell für Elektro-Lkw ein, die zwei- bis dreimal teurer sind als Diesel-Lkw“. So will man die Einführung von Elektro-Lkw in großem Maßstab ermöglichen.

Juna bietet Transportunternehmen den Zugang zu Elektro-Lkw und garantierten Transportvolumen, indem es Zugang zu Spot- und Vertragstransporten über die digitale Plattform von Sennder schafft. Juna erleichtert Transportunternehmen den Umstieg auf Elektro-Lkw, da finanzielle Herausforderungen durch hohe Anschaffungskosten und Restwerte entfallen und eine vorhersehbare kommerzielle Nutzung der Elektro-Lkw möglich wird. Durch die Nutzung von Scanias Elektro-Lkw und das Angebot maßgeschneiderter Dienstleistungen, zusammen mit Sennders fortschrittlicher Technologie, die kleine und mittelständische Transportunternehmen mit Verladern verbindet, kombiniert Juna die Stärken beider Unternehmen, um die Dekarbonisierung der europäischen Straßenlogistik zu beschleunigen.

Das ist ein entscheidender Moment für unsere Branche und wir freuen uns, mit Scania zusammenzuarbeiten, um ein Joint Venture aufzubauen, das die weitreichende Einführung von Elektro-Lkw vorantreiben wird.

David Nothacker, CEO von Sennder

Das Angebot des Joint Ventures ist ein ganzheitliches Paket: Neben Premium-Elektrofahrzeugen sind auch deren Reparatur-, Wartungs-, Versicherungs-, Digitalisierungs- und Elektroservices sowie nutzungsabhängige Gebühren bei garantierter Auslastung der E-Lkw im Paket enthalten. Durch die Beseitigung der Risiken bei der Einführung von Elektro-Lkw und die Rationalisierung des Betriebs will Juna eine entscheidende Rolle bei der CO2-Reduktion spielen.

Beschleunigter Übergang zur Nachhaltigkeit

Wie es heißt, ist ein Pilotprogramm erfolgreich angelaufen. Ein erstes Transportunternehmen setzt einen Juna-Elektro-Lkw mit erneuerbarer Energie bis zu zehn Mal pro Woche für einen Fast-Moving-Consumer-Goods-(FMCG-)Konzern und Kunden von Sennder im Raum Stuttgart ein. Mit dem Potenzial, allein für den ersten Lkw eine jährliche Reduktion von 93 Tonnen CO2-Emissionen zu erreichen, ist geplant, den Umfang des Pilotprogramms 2024 auf Langstreckenrouten und 100 E-Lkws auszuweiten. Der Pilot nutzt bestehende öffentliche Ladeinfrastruktur in Deutschland, mit pro Kilometer vergleichbaren Kosten zu den derzeitigen Dieselkosten. Bis 2030 plant Juna, wie es heißt, 5.000 elektrische Lkws einzusetzen, um den Übergang zum nachhaltigen Transport zu beschleunigen. (bm)

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