Hängelaufbahn

Schneller Materialfluss beim Beschichten und Trocknen schwerer Bauteile

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Insgesamt 19 Gehänge mit jeweils bis zu 20 t Gewicht sind ständig im Umlauf. Dank der parallelen Anordnung der Vorbereitungsplätze und Lackierkabinen ist außerdem jederzeit ein Queren und Kreuzen der Werkstücke und damit ein Überholen, Vorziehen, Ausschleusen oder ein Rücklauf möglich. Ein Durchfahrtspuffer führt parallel an den Arbeitsplätzen vorbei zu den Lackierkabinen.

Damit bietet die Ein-Träger-Hängelaufbahn von Vollert eine wesentlich höhere Flexibilität als andere. Bereits im Vorfeld der Planungen wurden die Prozessabläufe virtuell simuliert und die optimale Anzahl der Transporteinheiten für einen reibungslosen Ablauf ermittelt. Die gefundene Lösung garantiert damit schnellste Taktzeiten.

Umweltfreundliche Lackiertechnik

Auf die Ausstattung der Lackier- und Trockenkabinen spezialisiert ist Heimer Lackieranlagen und Industrie-lufttechnik aus Bielefeld. Zwei Kabinen dienen zum Grundieren und Decklackieren der Baggerteile. Vollautomatische Rolltore verhindern ein Austreten von Lacknebel und eine Verschmutzung der Oberflächen. Moderne Filteranlagen sorgen für das Absaugen und die Reinigung der Luft, wobei durch die Verwendung der wasserlöslichen 2-K-Hydrolacke ohnehin kaum noch Lösungsmittel im Lack enthalten sind.

Auch bei den anschließenden Kühl-, Abdunst- und Trockenkabinen setzt Liebherr auf eine umweltfreundliche Lösung: Die Trockner arbeiten mit 90% Umluft und lediglich 10% Frischluft. Durch einen Wärmetauscher in der Abdunstanlage wird die frische Luft außerdem vorgewärmt und wertvolle Energie zurückgeführt.

Hängebahn erreicht bis zu 0,5m/s

Fertig getrocknet fahren die Gehänge auf die Rücklaufstraße, an deren Ende die Werkstücke abgenommen und in die Endmontage überführt werden. Während aus Arbeitsschutzgründen in den Bereichen mit Werksverkehr Transportgeschwindigkeiten von 0,2 m/s gefahren werden, erreicht die Anlage im geschlossenen Lackierbereich und auf der Rücklaufstraße Geschwindigkeiten bis 0,5 m/s.

Obwohl dies die erste Anlage ihrer Art ist, ist man bei Liebherr von der Lösung absolut überzeugt. Im Vergleich zu vorher erreicht man jetzt kürzere Taktzeiten bei wesentlich höheren Lasten und ist gleichzeitig viel flexibler im Durchlauf.

Damit verfügt man über eine moderne, umweltfreundliche und wirtschaftlichere Anlage. Und auch die Projektzeit kann sich sehen lassen: Lediglich 15 Monate benötigten die Ingenieure von Vollert von der Planung bis zur endgültigen Abnahme.

Gerhard Geist ist Geschäftsführer der Vollert Anlagenbau GmbH + Co. KG in 74189 Weinsberg, Tel. (0 71 34) 52-2 43, gerhard.geist@vollert.de

(ID:250524)