E-Lkw Siemens-Prototyp liefert Ladeleistung von 1 MW ab

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Im Rahmen eines Piloten hat Siemens Smart Infrastructure erstmals eine erfolgreiche 1-Megawatt-(MW-)Ladung geschafft. Zum Einsatz gekommen sind dabei die Prototypen einer Siemens-MCS-Ladesäule sowie eines Langstrecken-E-Lkw.

Das Megawatt-Ladesystem Sicharge von Siemens hat das Potenzial, dass der Lkw-Fernverkehr neu gedacht werden kann.(Bild:  Siemens)
Das Megawatt-Ladesystem Sicharge von Siemens hat das Potenzial, dass der Lkw-Fernverkehr neu gedacht werden kann.
(Bild: Siemens)

Die Elektrifizierung des Lkw-Fernverkehrs hat das Potenzial, Transportunternehmen Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, insbesondere dann, wenn Transportkunden Wert auf eine CO2-neutrale Ausführung ihrer Aufträge legen. Bei Siemens ist man davon überzeugt, dass das neue Megawatt-Ladesystem (MCS) in Kombination mit dem Combined Charging System (CCS) dieses Anbieters die Elektrifizierung schwerer Lkw „entscheidend verändern wird“. Der Prototyp, den Siemens jetzt vorstellt besteht aus mehreren Sicharge-UC150-Schaltschränken, einer Schaltmatrix und einem speziellen MCS-Dispenser. Dabei ist die Schaltmatrix das zentrale Element im MCS. Es bündelt die Ausgangsleistung der Ladestationen und leitet sie, je nach Bedarf, an den MCS-Dispenser weiter. Die üblicherweise in E-Trucks verwendeten Batterien können an einer geeigneten Ladestation mit einer Leistung von rund 1 Megawatt in etwa 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent geladen werden, wie es heißt.

Der Testerfolg bringt uns technologisch einen großen Schritt voran und unterstreicht unser Bestreben, das Verkehrswesen aktiv nachhaltiger zu gestalten.

Markus Mildner, CEO E-Mobility bei Siemens Smart Infrastructures

Denn insbesondere im Fernverkehr sei es entscheidend, dass E-Lkw während der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten für Fahrer ein schnelles Ladesystem zur Verfügung hätten. Um eine flächendeckende Verbreitung zu gewährleisten, müssten verschiedene Voraussetzung erfüllt werden – „auch auf staatlicher Seite“, merkt Mildner mit Blick auf die Politik an.

Ein Viertel kommt vom Schwerlastverkehr

Wie aus einer Pressemitteilung von Siemens hervorgeht, sind Schwerlastfahrzeuge für über 25 Prozent der Treibhausgasemissionen im EU-Straßenverkehr verantwortlich. Das EU-Parlament hat aus diesem Grund kürzlich beschlossen, dass der CO2-Ausstoß von Lkw und Bussen ab 2024 um 90 Prozent reduziert werden muss. (bm)

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