Brandschutz So lässt sich Lithium-Batterien ihr brandgefährlicher Schrecken nehmen

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Lithium-Ionen-Batterien, von denen immer mehr zum Einsatz kommen, können brandgefährlich sein – müssen es aber nicht. Trotz relativ hohem Selbstentzündungsrisiko können geeignete Brandschutzmaßnahmen diesen leistungsstarken Energieträgern ihren Schrecken nehmen.

Diese Oxyreduct-Anlage reduziert den Sauerstoff und sorgt so für den Aufbau einer Schutzatmosphäre im Hochregallager. Da verlieren sogar Li-Ion-Batterien ihren Schrecken.(Bild:  Wagner)
Diese Oxyreduct-Anlage reduziert den Sauerstoff und sorgt so für den Aufbau einer Schutzatmosphäre im Hochregallager. Da verlieren sogar Li-Ion-Batterien ihren Schrecken.
(Bild: Wagner)

Längst sind Lithium-Ionen-Akkus aus vielen Lebensbereichen nicht mehr wegzudenken. In Notebooks beispielsweise leisten sie sowohl im Business als auch im Privatleben gute Dienste. Sie bringen Menschen verstärkt dazu, ihre Mobilitätsgewohnheiten zu ändern: Etwa vom Auto auf das E-Bike umzusteigen und dadurch gleichermaßen etwas für sich und für die Umwelt zu tun. Und die kompakten Energiespeicher können sogar Leben retten, wenn sie in mobilen medizintechnischen Geräten zum Einsatz kommen.

Für die Logistik stellen die Li-Ion-Akkus allerdings eine Herausforderung dar. Bei Versicherern haben sich Brände von Lithium-Ionen-Akkus mittlerweile als typisches Schadensbild etabliert; das technologie-inhärente Risiko für sogenannte „Thermal Runaways“ (Selbstentzündung) ist immer vorhanden und darf nicht unterschätzt werden.

Durch entstehende Schadstoffe drohen große ökologische Belastungen. Brände dieser Art können den wirtschaftlichen Bankrott für Unternehmen bedeuten.

Dirk Band, Bereichsleitung Vertrieb bei der Wagner Group

Hier sehe man, so Band: „Jeder einzelne Brand ist – auch wegen der entstehenden Sekundärschäden – einer zu viel.“ In automatisierten Lagerumgebungen mit dichter Lagerung sei es deshalb sehr wichtig, Brände gar nicht erst entstehen zu lassen. Wagner hat dafür mit Oxyreduct ein System zur aktiven Brandvermeidung entwickelt. In einem neuen Hochregallager bei Kettler Alu-Rad beispielsweise ließ sich, wie Wagner berichtet, das wichtigste Schutzziel erreichen: Den Schaden im Fall eines „Thermal Runaways“ auf das eine betroffene Fahrrad zu begrenzen.

Dirk Band, Bereichsleiter Vertrieb bei Wagner: „Innerhalb kürzester Zeit können enorm hohe Werte vernichtet werden und Menschen in Gefahr geraten.“(Bild:  Wagner)
Dirk Band, Bereichsleiter Vertrieb bei Wagner: „Innerhalb kürzester Zeit können enorm hohe Werte vernichtet werden und Menschen in Gefahr geraten.“
(Bild: Wagner)

Die bei Kettler Alu-Rad realisierte Lösung zeichne sich, wie das Unternehmen weiter angibt, durch den Aufbau einer Schutzatmosphäre mit einem reduzierten Sauerstoffgehalt aus, ergänzt durch ein System zur Brandfrühesterkennung und einer definierten Lagerung der Kartons in den Regalen.

Bei der „Fachkonferenz Lithiumbatterien 2024“ am 25. Januar in Göttingen wird Wagner-Vertriebsmann Band als Experte für den anlagentechnischen Brandschutz in der Logistik tiefere Einblicke in diese individuelle Brandschutzlösung für Lithium-Ionen-Batterien bei Kettler Alu-Rad geben. (bm)

(ID:49880244)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung