Transportbranche Spediteure warten noch auf Aufschwung

Quelle: Pressemitteilung der Elvis AG 2 min Lesedauer

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Auch der Marktreport für das zweite Quartal 2025 zeigt eine angespannte Lage in der Transportbranche. Laut Elvis AG sank die industrielle Produktion um knapp sieben Prozent, während verfügbarer Laderaum knapp und Personalkosten hoch seien.

Basierend auf dem jüngsten Markreport rät ELVIS-Vorstand Nikolja Grabowski dazu, in moderne Technologien zu investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.(Bild:  Elvis AG)
Basierend auf dem jüngsten Markreport rät ELVIS-Vorstand Nikolja Grabowski dazu, in moderne Technologien zu investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
(Bild: Elvis AG)

Die Transportbranche bleibt unter Druck. Laut der Europäischen Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure (Elvis) AG hat sich der Abwärtstrend zwar verlangsamt, doch Laderaumknappheit und steigende Personalkosten belasten die Spediteure weiterhin. Die Elvis AG zeichnet im aktuellen Marktreport für das zweite Quartal 2025 ein kritisches Bild der wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Von den angekündigten Investitionspaketen der neuen Regierung seien bislang keine spürbaren Impulse ausgegangen. Stattdessen belasteten bürokratische Hürden und hohe Abgaben die Branche. Der Speditionsverbund empfiehlt Unternehmen daher, ihre Kosten- und Preisstrukturen kritisch zu prüfen und gezielt in moderne Technologien zu investieren. „Von einer Trendwende kann derzeit keine Rede sein. Die deutsche Wirtschaft tritt auf der Stelle, die erhoffte Erholung bleibt aus“, sagt Nikolja Grabowski, Vorstand der Elvis AG.

Viele Schwachstellen

Der Marktreport zeigt, die Leistung der deutschen Industrieproduktion habe sich erheblich verschlechtert. Besonders deutlich werde dies im Jahresvergleich: Während die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen im Juni 2025 einen Rückgang um 4,8 Prozent verzeichnete, lag das Minus in der Chemieproduktion bereits bei 7,6 Prozent, im Maschinenbau sogar bei 8,7 Prozent. Insgesamt sank die industrielle Produktion damit durchschnittlich um 6,9 Prozent. Trotz dieser Entwicklung bleibe die Stimmung in den Unternehmen aber positiv, heißt es seitens der Elvis AG.

Laut Marktreport schwächelt auch die Transportbranche. Die monatliche Lkw-Maut-Fahrleistung ging im Juli um 4,0 Prozent zurück. Doch die Sendungsvolumina bleiben stabil. Die Ifo-Geschäftserwartungen legten sowohl gegenüber dem Vormonat Juni als auch gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich zu. Zudem stieg auch das Transportaufkommen von Teilladungen im Jahresvergleich um 8,3 Prozent. Gleichzeitig bleibt der verfügbare Laderaum aufgrund des anhaltenden Kapazitätsabbaus knapp. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Transportbarometer wider: Im Juli 2025 lag das Verhältnis von Fracht zu Laderaum im innerdeutschen Spotmarkt um 12,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Die Kosten steigen

Während Treibstoffpreise moderat blieben (-2,1 Prozent), stiegen die Personalkosten um 3,9 Prozent. „Die personalintensive Transportdienstleistung wird zunehmend teurer. Diese steigenden Kosten belasten unsere Branche erheblich“, fasst Grabowski zusammen. Auch der Regierungswechsel und die angekündigten Investitionspakete hätten bisher keinerlei positive Auswirkungen. Unternehmen müssten daher permanent ihre Kosten- und Preisstrukturen evaluieren und anpassen.

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