Mergers & Acquisitions Stromschienen-Spezialist Puls übernimmt Wireless-Charging-Anbieter Wiferion

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Der Münchener Technologie- und Marktführer im Bereich der DIN-Schienen-Stromversorgung Puls hat das Geschäft des Freiburger Wireless-Charging-Spezialisten Wiferion übernommen. Operativ soll sich dadurch für die Wiferion-Kunden nichts ändern, wie es heißt.

Posieren anlässlich der Übernahme von Wiferion durch Puls: Puls-Geschäftsführer und Inhaber Bernhard Erdl (Mitte), Julian Seume (l.) und Matthieu Ebert, beide Teil des Management-Teams der Puls Wireless Business Unit.(Bild:  by Daniel Eckert)
Posieren anlässlich der Übernahme von Wiferion durch Puls: Puls-Geschäftsführer und Inhaber Bernhard Erdl (Mitte), Julian Seume (l.) und Matthieu Ebert, beide Teil des Management-Teams der Puls Wireless Business Unit.
(Bild: by Daniel Eckert)

Wiferion ist ein Anbieter von mobilen, kabellosen Stromversorgungen für fahrerlose Transportsysteme und autonomen mobilen Robotern und hatte bereits 2020 als Start-up of the Year den Ifoy-Award für sein induktives Ladesystem „etaLINK3000“ abgeräumt. Seitdem hat Wiferion eigenen Angaben zufolge mehr als 8.000 dieser Systeme in über 30 Ländern verkauft. Jetzt geht man mit der Übernahme durch Puls einen neuen Schritt: Wiferion-Kunden werden von einer globalen Präsenz in der Produktion und der Applikationsunterstützung des technologieorientierten Münchner Unternehmens Puls profitieren. Dabei bleibt das bisherige operative Team von Wiferion als Business Unit Puls Wireless in Freiburg erhalten, wie es heißt.

Auch wichtig: Für die Wiferion-Kunden ändert sich im operativen Geschäft nichts: Puls übernimmt alle bestehenden Verträge, Markenrechte und Patente der Breisgauer. Mit eigenen Werken in Tschechien, China und Deutschland verfügt der Stromversorgungsspezialist Puls über moderne Fertigungslinien. So können große Stückzahlen „in höchster Qualität“ produziert und bei Bedarf skaliert werden, so das Unternehmen. Zudem kann Puls aufgrund seines Einkaufsvolumens und der globalen Quellen kostengünstiger beschaffen, wie es weiter heißt.

Nach der Übernahme wird die Wiferion-Technologie jetzt mit den Möglichkeiten des technologieorientierten Münchner Unternehmens Puls erweitert.(Bild:  Wiferion)
Nach der Übernahme wird die Wiferion-Technologie jetzt mit den Möglichkeiten des technologieorientierten Münchner Unternehmens Puls erweitert.
(Bild: Wiferion)

Dabei gebe es „große Synergien zwischen Wiferion und Puls“: Beide Unternehmen stellen Leistungselektronik her, bei der es auf Effizienz und Zuverlässigkeit ankommt. Die drahtlose Energieübertragung ist eine Sonderform einer Stromversorgung. Der Trafo in einem Netzteil wird durch räumlich getrennte Spulen ersetzt. So können sich die Puls-Entwickler schnell mit den Produkten und Technologien von Wiferion vertraut machen. Und da Puls bereits stark in der Intralogistik vertreten ist, ergänzen die Wireless-Charging-Lösungen das bestehende Produktportfolio „hervorragend und adressieren einen ähnlichen Kundenkreis“.

Puls beschäftigt mehr als 100 der besten Entwickler der Branche und verfügt über weltweite Produktions- und Vertriebsstandorte, die unsere Ladetechnologie und Skalierbarkeit auf ein neues Niveau heben.

Julian Seume, ehemalige CSO von Wiferion

Seume, der neben Matthieu Ebert das Management-Team der Puls Wireless Business Unit bildet, freut sich über die hinzugewonnene Stärke: „Insbesondere im Bereich Produktneuentwicklung und Application Support sind wir nun deutlich stärker aufgestellt und können unseren Kunden einen noch besseren Service bieten.“ (bm)

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