Logistik-Studie

Supply-Chain-Potenziale werden unzureichend genutzt

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Professor André Krischke, Leiter der Studie, kommentiert die Ergebnisse: „Unternehmen nutzen derzeit nicht alle relevanten Hebel zur Reduzierung, Beherrschung und Vermeidung von Komplexität über die gesamte Supply Chain. Ansätze zum Umgang mit der dynamischen Komplexität wie Trend-Management, Szenario-Planung oder Simulation werden nur von einem Fünftel der Unternehmen eingesetzt. Die befragten Unternehmen nutzen die Chance auf eine Früherkennung und Nutzung von Veränderungen nur unzureichend.“

BME erarbeitet Supply-Chain-Konzepte und -Strategien

Auch im Umgang mit den Risiken der Supply-Chain-Planung würden geeignete Methoden wie Standardisierung, Zentralisierung, Postponement und Mehrfachqualifikation eher zurückhaltend genutzt. Günter F. Baumann, Vorstand der Wassermann AG, ergänzt: „Die Antworten der befragten Supply-Chain-Manager zeigen zwar, dass Komplexität tatsächlich als Chance gesehen wird. Allerdings gibt es bei der Planung in dynamischen Systemen noch viel Optimierungspotenzial. Aus unserem Projektgeschäft wissen wir, wie sehr die Unternehmensplanung von Simulationen und dem Durchrechnen verschiedener Szenarien profitiert. Auf Basis so gewonnener Erkenntnisse fällt es dann auch leichter, Supply-Chain-Strategie und Unternehmensstrategie zu integrieren.“

Von den Initiatoren der Studie gegründete Arbeitsgruppen innerhalb des BME werden jetzt den Themenkomplex vertiefen sowie Konzepte und Strategien erarbeiten, wie Komplexität in der Supply Chain besser beherrscht und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen genutzt werden kann. Die Wassermann AG nimmt die Ergebnisse in die Weiterentwicklung ihrer strategischen und quantitativen Methoden und Systeme zum Komplexitätsmanagement auf.

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