Interoperabilität Telekom und Unikie gestalten die Zukunft der Fahrzeuglogistik

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Die Telekom dürfte allseits bekannt sein, Unikie ist ein finnisches Softwareunternehmen. Beide arbeiten derzeit an der Zukunft der Fahrzeuglogistik. Die Partnerschaft soll der Skalierung von automatisiertem Fahren in der Logistik dienen.

Die Deutsche Telekom und der finnische Software-Experte Unikie arbeiten an der Zukunft der Fahrzeuglogistik.(Bild:  Telekom)
Die Deutsche Telekom und der finnische Software-Experte Unikie arbeiten an der Zukunft der Fahrzeuglogistik.
(Bild: Telekom)

Logistikprozesse auf Werksgeländen benötigen viele Fachkräfte, um Waren von A nach B zu transportieren. Fahrermangel oder nicht digitale Prozesse fordern die Logistikbranche dabei heraus. Abhilfe kann automatisiertes Fahren schaffen: Durchlaufzeiten lassen sich damit reduzieren, während die Flächenauslastung steigt. Vor diesem Hintergrund haben die Deutsche Telekom und der finnische Software-Experte Unikie eine Partnerschaft zur Skalierung der automatisierten Fahrzeug-Logistikkette geschlossen.

Beide Unternehmen arbeiten bereits erfolgreich am Volkswagen-Autolog-Projekt in Emden zusammen, dessen Ziel es ist, die Arbeitsabläufe auf dem dortigen Automobilterminal zu automatisieren. Die neue Partnerschaft fokussiert sich auf industrielle Anwendungsfälle wie die Fahrzeugproduktion, Fahrzeuglogistik, Bus- und Straßenbahndepots, Logistikkomplexe und Paketzentren sowie Spezialfahrzeuge in Häfen und der Forstwirtschaft.

Das Gesamtpaket aus SIM-Karte, Netz, Edge Cloud und Systemintegration bieten nur wir aus einer Hand.

Christian Hort, SVP Automotive bei T-Systems

Und das geht so: Per SIM-Karte verbinden sich die Fahrzeuge mit dem 5G-Netz der Telekom und können so mit der Unikie Marshalling Solution (UMS) kommunizieren. Das UMS nutzt eine externe Sensor-Infrastruktur zur Steuerung der Fahrzeuge. Dabei wird, basierend auf Lidar-Sensoren, Licht genutzt, um Abstände und Geschwindigkeiten zu messen. Das ermöglicht eine automatisierte, präzise und sichere Steuerung der Fahrzeuge – auch in beengten, dicht befahrenen Bereichen oder bei schlechten Sichtverhältnissen.

Europaweit sichere Skalierung

Die Telekom betreibt das UMS in einer Edge Cloud, die sehr kleine Latenzzeiten ermöglicht. Das sorgt für eine sichere Kommunikation zwischen dem Marshalling-System und den Fahrzeugen annähernd in Echtzeit, wie es heißt. Die Cloud-Lösung macht das System nahezu an jedem Standort kurzfristig verfügbar und ermöglicht im nächsten Schritt über das Projekt „8ra“ eine europaweite souveräne, sichere und interoperable Skalierung. Dank der IT-Systemintegration der Telekom-Tochter T-Systems profitieren Kunden von einer nahtlosen Ende-zu-Ende-Lösung mit höchster Leistung und Betrieb rund um die Uhr, wie aus einer aktuellen Pressemeldung der Telekom hervorgeht.

Über „8ra“

Die „8ra“-Initiative hat zum Ziel, ein echtes Multi-Provider-Cloud-Edge-Kontinuum zu schaffen. Dabei handelt es sich um ein wegweisendes Cloud-Ökosystem, das die Datenverarbeitung in Europa revolutionieren soll. Ein offener, wettbewerbsfähiger Markt sowie die Austauschbarkeit von IT-Komponenten erhöhen die Resilienz und Flexibilität der IT-Systeme. Das stärkt die Digitalisierung in Unternehmen sowie Verwaltungen und begünstigt Innovation.

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