AGV TH Rosenheim kooperiert mit Safelog

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Bayerische Kooperation: Die Technische Hochschule Rosenheim untersucht in ihrem „proto_lab“ mit mobilen Transportrobotern von Safelog, Kirchheim bei München, wie sich das Heben, Be- und Entladen sowie der Transport von Werkstücken kostengünstig automatisieren lassen.

Im „proto_lab“ testet die Technische Hochschule Rosenheim den Einsatz mobiler Roboter für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).(Bild:  Safelog)
Im „proto_lab“ testet die Technische Hochschule Rosenheim den Einsatz mobiler Roboter für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).
(Bild: Safelog)

Die Zielsetzung im Rosenheimer „proto_lab“ ist es, individuelle Kundenwünsche wirtschaftlich umzusetzen. Dazu kommunizieren und kooperieren Menschen, Maschinen, Logistik und Produkte mithilfe digitaler Technik miteinander – direkt und dezentral. Zu diesem Zweck hat man an der Hochschule eine hochflexible IoT-Produktionsumgebung geschaffen. Dort ist am konkreten Beispiel einer Möbelproduktion ein durchgängiger Industrie-4.0-Prozess entstanden, der die komplette intelligente Abwicklung eines Kundenauftrags abbildet: vom Auftragseingang mit Kapazitäts- und Terminplanung bis hin zur Produktion. Zentraler Bestandteil des Projekts ist der Einsatz moderner Transportroboter.

Im Dezember 2021 startete die TH Rosenheim in Zusammenarbeit mit Safelog und dem Partner Scaliro das Forschungsprojekt „FLEET“ zur Entwicklung eines individuell konfigurierbaren Flottenmanagementsystems für mobile Transportroboter.

Anders als in der Großindustrie haben sich FTS in kleinen und mittleren Unternehmen aufgrund hoher Investitionskosten und fehlender IT-Expertise noch nicht durchgesetzt.

Prof. Erwin Friedl, Fakultät für Holztechnik der TH Rosenheim

Im Rahmen des Verbundprojektes „FLEET“ will die Fakultät für Holztechnik der TH Rosenheim ein Flottenmanagementsystem entwickeln, das es KMU erstmals ermöglicht, ihre speziellen Anforderungen eigenständig zu integrieren. Dieses serienreife Flottenmanagementsystem soll die individuelle Konfiguration, Simulation und Optimierung in einer virtualisierten Produktionsanlage, dem sogenannten digitalen Zwilling, sowie den operativen Betrieb von Transportrobotern in einer intelligenten Fabrik vereinen.

Einführung der AGV in zwei Stufen

Für die Versorgung der Arbeitsstationen mit Kleinteilen hat die TH Rosenheim im Mai 2022 das erste Safelog-AGV S2 in Betrieb genommen. „Wir haben hierfür den Anwendungsfall der Kommissionierung von Beschlägen erarbeitet“, sagt Prof. Friedl. Der mobile Transportroboter fungiert durch einen speziellen Topload-Aufbau als Versorgungsfahrzeug für mehrere Arbeitsplätze. Durch die Definition fester Haltestationen wie zum Beispiel „Wareneingang“, „Beschlägelager“ und „Montageplatz“ wird das AGV über ein Terminal zum Transport von Beschlägen über vordefinierte Routen angefordert.

Die Automated Guided Vehicles (AGV) von Safelog werden dezentral über ein Touch-Display am Fahrzeug oder an den Produktionsstationen gesteuert.(Bild:  Safelog)
Die Automated Guided Vehicles (AGV) von Safelog werden dezentral über ein Touch-Display am Fahrzeug oder an den Produktionsstationen gesteuert.
(Bild: Safelog)

Und Prof. Friedl weiter: „Neben der Teileversorgung ist natürlich auch die Automatisierung flexibler Produktionsprozesse für KMU äußerst relevant. Deshalb haben wir uns entschlossen, auch diese Anwendungen zu erforschen und zu testen.“ Dafür hat das „proto_lab“-Team ein zweites Safelog-AGV S2 vom Robotikunternehmen aus Markt Schwaben erhalten. Dieses kann mithilfe eines speziell entwickelten Trolleys größere Bauteile zwischen den einzelnen Bearbeitungsstationen transportieren. In den Versuchsaufbau sind mehrere Produktionsstationen und Warteplätze für den Trolley integriert, sodass ein kontinuierlicher Materialfluss und eine flexible Verkettung der Produktionsprozesse abgebildet werden können. (bm)

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