Umweltschutz Traditionsverein HSV räumt ein Stück weit die Welt auf

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Erstklassig spielt der Hamburger Sportverein zwar schon seit Jahren nicht mehr. Aber sein Engagement für die Umwelt kann mit Fug und Recht als „erstligatauglich“ bezeichnet werden: Denn ab jetzt nutzt der HSV die Versandtaschen von Wildplastic für den Versand seiner Onlinebestellungen.

Als größter Verein in Hamburg und wesentlicher Wirtschaftsfaktor kooperiert der HSV jetzt mit dem ebenfalls in der Hansestadt angesiedelten Unternehmen Wildplastic. Gemeinsam will man die Welt ein wenig sauberer machen ...(Bild:  Wildplastic)
Als größter Verein in Hamburg und wesentlicher Wirtschaftsfaktor kooperiert der HSV jetzt mit dem ebenfalls in der Hansestadt angesiedelten Unternehmen Wildplastic. Gemeinsam will man die Welt ein wenig sauberer machen ...
(Bild: Wildplastic)

In Hamburg schlägt nicht nur das Herz der Hafenwirtschaft. Auch in Sachen Umweltschutz wird einiges getan. So zum Beispiel mithilfe der jüngsten Kooperation zwischen dem HSV und dem Unternehmen Wildplastic. Der Sportverein nutzt für den Versand der Bestellungen in seinem Onlineshop ab sofort die Versandtaschen von Wildplastic, die zu mindestens 80 Prozent aus „wildem“ Plastik bestehen – Plastik, das aus der Umwelt aufgesammelt und in den Recyclingkreislauf zurückgeführt wurde. Über 70.000 Versandtaschen sind das beim HSV pro Jahr, da kommt ganz schön was zusammen. Aber was versteht man unter „wildem“ Plastik? Gemeint sind weltweit all die Plastikabfälle, die außerhalb des Recyclingkreislaufs auf illegalen Mülldeponien, in der Natur oder im Straßenbild zu finden sind. Wildplastic holt in Ländern ohne funktionierende Abfallwirtschaft dieses wilde Plastik in die Recyclingkreisläufe zurück und verarbeitet es zu neuen Produkten wie Müllbeutel oder Versandtaschen.

Stark, dass der HSV nun auch mit aufräumt! Besonders freut mich, dass wir noch mehr Hamburger Kräfte bündeln und den nachhaltigen Ambitionen der Stadt Rückenwind verleihen.

Christian Sigmund, Mitgründer und CEO von Wildplastic

Wie Wildplastic angibt, werden weltweit nur 9 Prozent des Plastikmülls recycelt. 12 Prozent werden verbrannt und die große Masse, 79 Prozent, liegen irgendwo in der Umwelt herum. Und das wären 6,3 Milliarden Tonnen und die Zahl steige stetig.

Deutschland steht noch relativ gut da ...

Dabei ist das Müllproblem in Deutschland sehr viel weniger akut als in anderen Regionen der Welt. Auch wenn nach wie vor ein Großteil des Mülls in Deutschland verbrannt wird, wird er weitgehend gesammelt und landet nicht in der Umwelt. In vielen anderen Regionen der Welt ist das nicht so. Es gibt zu viel Müll für die lokalen Abfallsysteme und zu wenige Abnehmer für weniger wertvolle Kunststoffe wie etwa Folienplastik. Deshalb möchte Wildplastic, wie man betont, in fairen Partnerschaften einen Markt für dieses Folienplastik schaffen und dafür sorgen, dass weniger Plastikmüll in der Umwelt liegt und die Arbeitsbedingungen und die Anerkennung für die Menschen, die den Müll sammeln, verbessert werden. Christian Sigmund: „Auch wenn Indien oder Indonesien für uns in Hamburg weit weg erscheinen – die globale Plastikkrise betrifft uns alle, denn der Plastikmüll gelangt letztlich in die Gewässer und damit auch in unsere Meere und unsere Lebensmittel aus den Ozeanen.“ (bm)

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