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Stahlträger gelangen via Waggon direkt in die Halle
Die Stahlträger gelangen via Waggon direkt in die Halle. Dort können sie – je nach Kundenwunsch – zugesägt, gestrahlt und gelagert werden. Die Wege zwischen den einzelnen Stationen sind bewusst kurz, das System dahinter intelligent gewählt. Vier lastberuhigte Scheffer-Winkelkatzkräne mit Magnettraversen und einer Tragkraft von 11,7 t mechanisch beziehungsweise 9,3 t magnetisch stehen für den reibungslosen innerbetrieblichen Transport zur Verfügung.
Zum Sägen der Träger ist eine HBP510-1208GA-Säge der Firma Behringer für Profile bis 1100 mm Breite und 60°-Gehrung im Einsatz. Zur Strahlentrostung setzt Elsinghorst auf eine Rösler-RRB-16/5-Strahlanlage mit sechs Schleuderrädern à 22 kW Antriebsleistung – denn immerhin gehen über 80 % der von Elsinghorst gelieferten Stahlträger angearbeitet zum Kunden. Sobald das Gut in die Anarbeitungsanlage gelangt ist (Bild 1), übernimmt ein übergeordnetes EDV-System – speziell nach den Anweisungen des Bocholter Unternehmens entwickelt – die Führung. Es navigiert die Träger kollisionsfrei durch die Anlage, führt sie zur Säge, vermisst und sägt sie automatisch und schiebt Folgestäbe nach. Darüber hinaus erledigt es den Abtransport von Fixlängen und ihre Querführung zur Strahlanlage (Bild 2). All das ohne Verzögerung.
Bearbeitungsanlage kennt eigene Auslastung zu jedem Zeitpunkt des Prozesses
Für das gesamte Projekt war eine mehrjährige Entwicklungsphase vonnöten, in der viele neue Lösungsansätze für technische Fragen und logistische Abläufe gefunden wurden. Die Anlage selbst zeigt den weiteren Verlauf der Träger an, kennt daher zu jeder Zeit ihre aktuelle Auslastung und optimiert ihre Prozesse. Somit entscheidet die Maschine selbst, ob Weg A oder B der zu diesem Zeitpunkt schnellste ist, erkennt darüber hinaus Prioritäten und kann Arbeitsschritte parallel zueinander laufen lassen, beispielsweise, wenn ein Träger in die Strahlanlage soll, der folgende jedoch nicht.
Dieser umgeht den Bearbeitungsschritt und wird über ein Querfördersystem einfach an der Strahlanlage vorbeigeleitet. So ist ein dauerhafter, lückenloser Prozess gewährleistet. Und dabei kommt das System ohne besondere Kennzeichnungen wie Barcodes aus – die EDV merkt sich nur aufgrund der Reihenfolge, in der die Träger in die Anlage gelangen, um welche Auftragsposition es sich handelt. Vom Wareneingang bis zur Kommissionierung kommt das Material im Idealfall nur drei Mal mit den bis zu sechs Mitarbeitern pro Schicht in Berührung, die somit entlastet werden, um sich auf die Versorgung der Anlage mit Material, das Abräumen fertiger Aufträge von der Anlage und deren Verladung sowie die Systemüberwachung zu konzentrieren.
* Dipl.-Kffr. Annick vom Kolke ist Geschäftsführerin der G. Elsinghorst Stahl und Technik GmbH in 46395 Bocholt
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