Künstliche Intelligenz TÜV-Prüfzeichen für Hersteller und Betreiber von KI-Anwendungen

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Autonome Transportfahrzeuge in der Intralogistik, automatische Schiebetüren und der Energeiverbrauch von Gebäuden sind die ersten Anwendungsbereiche des neuen Prüfzeichens für sogenannte „Low Risk“-KI-Systeme, das der TÜV Süd entwickelt hat.

Das neue TÜV-Süd-Prüfzeichen soll Transparenz für Fachwelt und Nutzer für KI mit geringem Risiko schaffen.(Bild:  TÜV Süd)
Das neue TÜV-Süd-Prüfzeichen soll Transparenz für Fachwelt und Nutzer für KI mit geringem Risiko schaffen.
(Bild: TÜV Süd)

Mit dem AI Act führt die EU einheitliche Vorgaben für künstliche Intelligenz (KI) (oder englisch Artificial Intelligence (AI)) ein, die sich nach dem Risiko der jeweiligen Anwendung richten. Der TÜV Süd hat jetzt ein Prüfzeichen für sogenannte „Low Risk“-KI-Systeme entwickelt, das sich an Hersteller und Betreiber von KI-Anwendungen richtet, die zwar nicht unter die strengen Vorgaben des AI Act fallen, aber dennoch Transparenz und Qualität nachprüfbar dokumentieren wollen. Beim TÜV Süd ist man davon überzeugt, dass viele Unternehmen schon heute Verantwortung übernehmen wollen und ihre KI-Systeme freiwillig bewerten lassen, auch wenn sie dazu nicht verpflichtet seien.

Unser neues Prüfzeichen macht genau das sichtbar – nachvollziehbar, strukturiert und auf Basis technischer Kriterien.

Benedikt Pulver, Head of the Machine Safety Department beim TÜV Süd

Auf der einen Seite soll das neue Prüfzeichen Fachkunden eine objektive Bewertungsgrundlage liefern. Auf der anderen Seite soll das Siegel aber auch Endnutzer ansprechen, beispielsweise bei Robotikanwendungen im Handel und der Logistik oder bei automatisierten Gebäudefunktionen.

Nachvollziehbare Maßstäbe für „Low Risk“-Produkte

Der TÜV Süd erstellt das Siegel auf der Grundlage anwendungsspezifischer Prüfprogramme. Diese berücksichtigen beispielsweise Themen wie Energieeffizienz, Robustheit, Datenverarbeitung und funktionale Sicherheit. Als Beispiel können autonome mobile Roboter (AMR) dienen, die sich innerhalb von Werkshallen untereinander abstimmen, um ihre Wege zu optimieren. Diese Systeme gelten nach dem AI Act als „Low Risk“. Und das neue Prüfsiegel des TÜV Süd bestätigt, dass sie zusätzlich nach nachvollziehbaren Maßstäben bewertet wurden.

Das Prüfzeichen ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar und kann auf Wunsch auch mit ergänzenden Verbraucherinformationen versehen werden, wie der TÜV Süd mitteilt. Hier gibt es weitere Informationen zu diesem Thema.

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