Tiefkühllogistik Europäisches Netz für den Ultra-Tiefkühlbereich von -80 Grad Celsius

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Ultra-Tiefkühlung für Impfstoffe, Forschungsmaterial, Rohstoffe, Halbfertigprodukte oder biotechnisch hergestellt Produkte benötigt Know-how. Movianto hat seine diesbezüglich bewährte Hardware und Prozesse inzwischen in neun Länder Europas übertragen, zwei weitere Länder sollen folgen.

Bei der Entnahme von Produkten aus einem Ultra-Tiefkühlschrank muss Schutzkleidung getragen werden. Die Nachfrage nach solchen Lager- und Distributionskonzepten in der Pharma- und Gesundheitsbranche steigt.(Bild:  Movianto)
Bei der Entnahme von Produkten aus einem Ultra-Tiefkühlschrank muss Schutzkleidung getragen werden. Die Nachfrage nach solchen Lager- und Distributionskonzepten in der Pharma- und Gesundheitsbranche steigt.
(Bild: Movianto)

Movianto ist seit 2020 Teil der Walden Group und ein auf Pharma und Healthcare spezialisierter Logistikdienstleister. Für die Lagerung im Ultra-Tiefkühlbereich bis zu -80 Grad Celsius hat das Unternehmen ein europäisches Netzwerk aufgebaut. Movianto hat sein Know-how und seine Kapazität in diesem Bereich skaliert, sodass das Unternehmen inzwischen in neun Ländern Europas über Ultra-Tiefkühlschränke verfügt. In zwei Ländern, der Schweiz und der Slowakei, befindet sich Movianto eigenen Angaben zufolge noch in der Implementierungsphase.

Ansonsten können wir den zunehmenden Bedarf der Pharmabranche in diesem Bereich in eigenen Lagerstandorten in Großbritannien, Belgien, den Niederlanden, in Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und der Tschechischen Republik abdecken.

Thomas Creuzberger, CEO von Movianto

Dabei beschränkt man sich bei Movianto nicht nur auf das reine Lagern, sondern bietet auch Transporte zur Distribution ultra-tiefgekühlter Produkte an. Die entsprechenden Waren können in Spezialbehältern transportiert werden, die die ultratiefe Temperatur konstant halten. Oder die Waren werden in der Versandvorbereitung kontrolliert aufgetaut und dann mit aktiver Kühlung entweder gefroren bei -20 Grad Celsius oder gekühlt (2 bis 8 Grad Celsius) zum Ziel gebracht.

Vermehrt multinationale Anfragen

Laut CEO Creuzberger handle es sich um eher kleine Mengen hochwertiger und sensibler Produkte, um die es gehe. Neben nationalen Ausschreibungen gebe es vermehrt Tender, bei denen Kapazitäten in verschiedenen Ländern Europas angefragt werden. Hier verweist Creuzberger auf die wachsende Zahl von biotechnisch hergestellten Produkten mit besonderen Tiefkühlanforderungen. „Aber auch in der Impfstoffentwicklung ist dieser Temperaturbereich wichtig. Denn gerade bei neuen Impfstoffen liegen ja zunächst keine ausreichenden Stabilitätsdaten für verschiedene Temperaturbereiche vor, die gewinnt man erst über die Zeit. Und bis dahin wird, um die 100%ige Wirksamkeit zu gewährleisten, im Ultra-Tiefkühlbereich gelagert.“

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