Nächste Entlassungswelle UPS reagiert auf schlechte Lage mit der Streichung von 12.000 Stellen

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Der US-Paketdienstleister UPS muss sparen, weil die wirtschaftliche Situation nicht besonders rosig ist, wie es heißt. Doch das ist noch nicht alles ...

Bei UPS werden vermutlich bald viele Fahrzeuge in der „Garage“ bleiben, weil der Transportdienstleister gleich unter mehreren Probleme leidet. Jetzt sind auch noch rund 12.000 Stellen bedroht, weil UPS nach eigenen Angaben dringend sparen muss.(Bild:  UPS)
Bei UPS werden vermutlich bald viele Fahrzeuge in der „Garage“ bleiben, weil der Transportdienstleister gleich unter mehreren Probleme leidet. Jetzt sind auch noch rund 12.000 Stellen bedroht, weil UPS nach eigenen Angaben dringend sparen muss.
(Bild: UPS)

Mit dem Jobabbau soll eine Milliarde Dollar (rund 920 Millionen Euro) eingespart werden, wie Konzernchefin Carol Tomé in einer Telefonkonferenz der dpa sagte. Das sind rund zweieinhalb Prozent der weltweiten Belegschaft, die zuletzt rund eine halbe Million zählte. Auch komme der Lkw-Logistiker Coyote auf den Prüfstand, den UPS erst 2015 gekauft hatte. Selbst eine Veräußerung der Tochtergesellschaft könnte stattfinden, weil sie unter dem starken Rückgang der Transportpreise nach dem Corona-Boom leide. UPS hatte im vergangenen Jahr wegen eines sich verringernden Sendungsaufkommens auch sein mehrfach gesenktes Umsatzziel verfehlt, wie es weiter heißt.

Diese Effekte bringen UPS in die Bredouille

Zu allem Übel lasteten deutliche Tariferhöhungen für die Mitarbeiter auf dem Gewinn. Tomé erwartet für 2024 laut Mitteilung nun lediglich einen leichten Umsatzanstieg auf rund 92 bis 94,5 Milliarden Dollar. Im abgelaufenen Jahr fiel der UPS-Umsatz um gut 9 Prozent auf 91 Milliarden Dollar. Der bereinigte operative Gewinn brach um fast 29 Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar ein. Unter dem Strich verdiente UPS mit 6,7 Milliarden Dollar damit rund 42 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein leichter Anstieg der Durchschnittserlöse pro Paket konnte den Rückgang der Sendungsmengen nicht kompensieren, muss das Unternehmen zugeben. Einerseits lasteten die hohe Inflation und die wirtschaftlichen Unsicherheiten auf der Konsumlaune der Verbraucher, andererseits hatten viele Kunden zeitweise stärker auf Wettbewerber wie Fedex und DHL gesetzt, weil bei UPS ein Streik gedroht hatte – letztlich einigte sich der Konzern dann aber doch mit der Transportarbeitergewerkschaft Teamsters auf Gehaltserhöhungen.

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