Konjunkturbarometer Intralogistikbranche mit mehr Schatten als Licht

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Laut dem VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik in Frankfurt am Main bremsen eine schwache Nachfrage in Schlüsselbranchen und auch Investitionszurückhaltung die deutschen Hersteller.

So hat sich das Produktionsvolumen der deutschen Intralogistik entwickelt.(Bild:  VDMA)
So hat sich das Produktionsvolumen der deutschen Intralogistik entwickelt.
(Bild: VDMA)

Die Produktionsvolumina und die Exporte der Branche sanken im vergangenen Jahr, und auch für 2026 sei noch keine Trendwende in Sicht, so der Lobbyverband der deutschen Hersteller von Fördertechnik und Intralogistik-Produkten in einer brandaktuellen Pressemitteilung. Für die Branche stehe unter dem Jahresabschluss ein dickes Minus von 7 Prozent im Produktionsvolumen. Damit falle der Wert auf 25,8 Milliarden Euro. Hiesige Hersteller würden vor allem mit der schwachen Industriekonjunktur, einer rückläufigen Nachfrage in Schlüsselbranchen wie dem Automobilsektor, aber auch mit geopolitischen Unsicherheiten und veränderten Wettbewerbsbedingungen auf internationaler Bühne kämpfen. Die Nachfrage in einzelnen Produktbereichen sei teils deutlich zurückgegangen, heißt es aus Frankfurt.

Während das erste Halbjahr 2025 noch recht stabil im Vergleich zum Vorjahr verlief, ging die Produktion im zweiten Halbjahr zurück. Etliche Investitionen wurden verschoben.

Jan Drömer, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands und CIO von Neura Mobile Robots

Gleichzeitig will man aber nicht die weiße Flagge hissen, denn der strukturelle Bedarf bleibe hoch. „Deshalb erwaren wir spätestens ab 2027 eine Erholung“, so der Vorsitzende Drömer. Für die Zeit dazwischen, also das laufende Jahr 2026, geht der Fachverband „von einer gleichbleibenden Entwicklung“ und einem erneuten Produktionsvolumen in Höhe von 25,8 Milliarden Euro aus.

Die deutschen Intralogistikexporte gingen 2025 zurück und lagen mit 18,6 Milliarden Euro 7 Prozent unter dem Vorjahr (20,1 Milliarden Euro).(Bild:  VDMA)
Die deutschen Intralogistikexporte gingen 2025 zurück und lagen mit 18,6 Milliarden Euro 7 Prozent unter dem Vorjahr (20,1 Milliarden Euro).
(Bild: VDMA)

Neben dem mit 2,3 Milliarden Euro um 7 Prozent niedrigeren Exportvolumen in die USA sei auch das Gesamtexportvolumen heimischer Hersteller zurückgegangen: Mit rund 18,6 Milliarden Euro habe es 7 Prozent unter dem Vorjahreswert von 20,1 Milliarden Euro gelegen, wobei etwa 60 Prozent aller deutschen Intralogistikexporte mit einem Wert von 11,6 Milliarden innerhalb Europas verblieben. Frankreich, Italien und die Niederlande machen hier als wichtigste Abnehmerländer das Rennen, China rangiert mit Platz 14 der Kundenländer weit hinten. 2025 wurden dorthin Intralogistikgüter in Höhe von 326,8 Millionen Euro exportiert, was einem Minus von 22,8 Prozent gegenüber 2024 entsprochen habe.

Laut VDMA würden wichtige Indikatoren trotz der derzeitigen wirtschaftlichen Schwäche signalisieren, dass die Intralogistikbranche vor einem möglichen Wendepunkt stehen könnte – auf die nächsten zwei Jahre bezogen. Der Automatisierungsbedarf sei hoch. Technologieinvestitionen in Handel, Industrie und Logistik blieben langfristig treibend und verschiedene globale Wachstumsregionen böten Chancen zur Risikodiversifizierung.

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