Stückgut-Verteilanlagen

Verteilförderer mit Linearmotoren bewegen Güter energiesparend

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Gegenüber der rotativen Technik stellt der asynchrone Linearmotor einen deutlichen Fortschritt dar. Er ist kontaktfrei, hat keinen mechanischen Verschleiß und ist geräuscharm. Der lineare Asynchronmotor ist ein Doppelkammmotor mit einem Aluminiumschwert, das wie beim Reibradantrieb in der Mitte unter den Wagen durchläuft und die Antriebskraft aufbringt (Bild 3). Es entspricht dem Käfigläufer des (rotativen) Asynchronmotors.

Linearmotor mit erhöhter Dauerkraft

Um die Dauerkraft des Motors zu erhöhen, werden diese Motoren in der Regel fremdbelüftet. Die Lastsymmetrierung erfolgt automatisch durch die weiche Motorkennlinie.

SEW-Eurodrive fertigt den asynchronen Linearmotor DLD als Standardprodukt für den Sortermarkt. Der Linearmotor ermöglicht ein flexibles Anlagendesign; die Einschränkungen der rotativen Antriebe für die Gesamtkonstruktion entfallen. Es ergeben sich Kostenersparnisse zum einen bei Konstruktion und Design, zum anderen bei Betrieb und Wartung.

Lineare Gruppenantriebe lassen sich einfach implementieren. Durch eine n-fache Zahl an Antrieben auf einem Umrichter erhält man eine n-fache Antriebskraft.

Ein Sorter kann einige Hundert Meter lang sein. Ein Sorter mit 700 m Länge kann beispielsweise durch zwölf Motoren angetrieben werden, die gemeinsam an einen Umrichter angeschlossen sind. Wegen des Asynchronprinzips ist keine Geberinformation notwendig.

Synchrone Linearmotoren bieten höheren Wirkungsgrad

Aktuelle Neuentwicklungen in der Sortertechnik verwenden dagegen synchrone Linearmotoren, die der Bruchsaler Antriebsautomatisierer entwickelte. Diese Sorter übertreffen die bisherigen Systeme durch einen deutlich höheren Wirkungsgrad.

Wenn man das Aluminiumschwert durch Dauermagnete ersetzt, wird aus dem asynchronen Wirkprinzip ein synchrones – genau wie bei rotativen Synchronmotoren. Die Magnete bilden das bewegliche Sekundärteil.

Ferritmagnete für Linearmotoren müssen nicht vergossen werden

Als Werkstoff kommen Ferritmagnete zum Einsatz. Sie sind in großen Mengen verfügbar, kostengünstig und unterliegen keinen Ausfuhrlimits in den Förderländern. Zudem sind Ferritmagnete auch bei 100% Luftfeuchtigkeit absolut rostfrei und müssen deshalb nicht vergossen werden.

Die Magnete werden abwechselnd in entgegengesetzter Polarität (Nord – Süd – Nord – Süd ...) auf einer Trägerplatte angeordnet. So entsteht ein langer und schmaler Läufer.

Kraft des Linearmotors proportional zur Magnetfläche

Der Kunde versieht diese Konstruktion mit einer Abdeckung und befestigt sie auf dem Unterboden der Wagen. Die erzeugte Kraft des Motors ist proportional zu der von den Magneten bedeckten Fläche.

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