Kontrollwaagen

Vertrauen ist gut, Kontrollwaagen sind besser

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Die präzise Messdatenermittlung ist das eine; die Intelligenz zur Lösung unterschiedlicher Anforderungen steckt jedoch im Waagenterminal oder in übergeordneten Systemen. Je nach Anforderung werden die Systeme zusammengestellt. „Time is money – daher werden immer mehr dynamische Wägesysteme in logistischen Prozessen eingesetzt. Bis zu 18.000 Takte pro Stunde sind bei uns möglich“, sagt Hördemann.

Daten der Kontrollwaagen präzise zuordnen

Oft werden unter den Bändern zwei oder drei Waagen hintereinander eingesetzt und ihre Daten zusammengeführt. Sehr lange Kolli zum Beispiel werden von zwei Waagen gleichzeitig erfasst. Jetzt wird auch klar, warum Identifikation so wichtig ist: „Wenn die Pakete in atemberaubender Geschwindigkeit durch die Anlage sausen, müssen ihre Daten präzise zuzuordnen sein“, so Hördemann.

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„Die Wiegungen werden immer genauer und schneller“, sagt Pischke. „Die Produktionslinien werden ebenfalls immer schneller und da sich die Kontrollwaagen meist am Ende einer Linie befinden, müssen diese sich an die Geschwindigkeiten anpassen.“

Der Trend für die geforderten Geschwindigkeiten geht Richtung 2 m/s, Spezialapplikationen verlangen sogar noch höhere Geschwindigkeiten. „Noch vor ein paar Jahren lagen die meisten Waagen in einer Größenordnung von 1 m/s“, so die Erfahrung von Pischke.

Wägetechnik für sich alleine ist nicht ausreichend

Messgeschwindigkeit und Messwertreproduzierbarkeit sind Grundanforderungen. „Die Einbindung der Wägetechnik über Ethernet, Profibus an die Leitrechnerebene sorgt für 100% Integration“, sagt Freudewald. „Wägetechnik kann für sich alleine nicht das volle Leistungsspektrum ausschöpfen. Offene und flexible Schnittstellen erleichtern die Integration der Waage in die Leitrechnerebene und trennen dabei die Spreu vom Weizen.“

Dabei unterscheiden die Hersteller zwischen Geräte- und Systemsoftware: „Bei der Gerätesoftware kommt es auf prozessnahe Datenverarbeitung in Echtzeit an, also dass die Waage auch bei einem Durchsatz von bis zu 600 Packungen pro Minute zuverlässig arbeitet“, nennt Conzelmann ein Beispiel. Zusätzlich müssen alle eichrelevanten Informationen der Kontrollwaage dokumentiert, prozessnahe Informationen archiviert und Informationen für den Benutzer verständlich dargestellt werden.

Systemsoftware erfasst Informationen aller Kontrollwaagen im Betrieb

In der Systemsoftware müssen alle Informationen sämtlicher Kontrollwaagen im Betrieb erfassbar sein. „Damit sind statistische Auswertungen möglich, es werden Abweichungen von Grenzwerten dokumentiert, automatische Reports für entsprechende Benutzer sind online abrufbar, Produkte werden verwaltet und Prüfpläne können angelegt werden“, erklärt Conzelmann.

Dabei werden die Schnittstellen zu den Kunden vielfältiger. OPC-Anbindungen an übergeordnete Warenwirtschaftssysteme gehören beispielsweise zum Standard. „Verstärkt nachgefragt werden Softwaretools zur statistischen Auswertung. Die Kontrollwaagen können auch Rückmeldung in den Prozess geben, um diesen zu optimieren“, erklärt Pischke.

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