Lagerstandortsicherheit
Wasserdichter Standort ist Topmanagement-Ziel

Von eckhard boecker 4 min Lesedauer

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Das Thema Standortsicherheit hat einen erheblichen Einfluss auf die Unternehmensbilanz. Warum dies so ist und welche Sicherheitselemente zu einem wasserdichten Logistikstandort gehören, zeigt der vorliegende Beitrag.

An Wochenenden und in unbewohnten Gewerbegebieten ist es für Diebe ein Leichtes, sich unbefugten Zutritt zu Lager­immobilien zu verschaffen.(Bild:  © Robert Kneschke - stock.adobe.com)
An Wochenenden und in unbewohnten Gewerbegebieten ist es für Diebe ein Leichtes, sich unbefugten Zutritt zu Lager­immobilien zu verschaffen.
(Bild: © Robert Kneschke - stock.adobe.com)

Das Lieferketten-Diebstahlrisiko ist nach Meinung des CEO vom Transportsicherheitsverband (Transported Asset Protection Association, TAPA) hoch. Dabei lägen zurzeit „die größten Schwachstellen bei den Warenlagern“, so der CEO in einem Interview Ende 2024. Ein Blick in die Praxis bestätigt den CEO einmal mehr. Denn vor wenigen Wochen nahmen die Verfolgungsbehörden in Ostdeutschland sieben Personen einer bandenmäßig organisierten Gruppe fest. Ihnen wird vorgeworfen, mit dem Diebstahl von neuwertigen Reifen ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Der Gesamtschaden beträgt allein aus drei erfolgreich verübten Diebstählen 3,6 Millionen Euro. Dabei kamen im wahrsten Sinne des Wortes mindestens 3.000 Reifen unter die Räder. Die Diebstähle verübte die Bande, die sich „Zugang zum Gelände“ des betroffenen Reifenlogistikers verschaffte, alle beim selben Reifenlogistiker in Riesa.

Der vorstehende Tatsachenfall zeigt, dass nicht jeder Lagerstandort sicher genug ist, um Großschäden durch Diebstahl zu vermeiden. Das Risiko, Opfer und – wie im vorliegenden Fall geschehen – wiederholt Opfer von Diebstahl zu werden, kann unterschiedliche Ursachen haben. Tatsache ist, dass nach wie vor viele Lagerstandorte signifikante Sicherheitsmängel aufweisen, weil beispielsweise keine oder nur eine lückenhafte Videoüberwachung besteht. Der Lagerstandort sollte vollständig eingefriedet sein. Denn die meisten Lagerstandorte befinden sich in Gebieten, die nachts und insbesondere an den Wochenenden menschenleer sind. Viele Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistik haben zwar Sicherheitskonzepte erarbeitet, die aber veraltet und/oder lückenhaft sind. Beispielsweise gibt es zwar eine Kameraüberwachung an der Lagerein- und -ausfahrt, jedoch keine Videoüberwachung auf der gesamten Außenfläche des Lagers, auf der beladene Lkw zwischengeparkt werden. Hinzu kommt, dass viele Lagerstandorte zwar auf der einen Seite über eine gute Videoüberwachung verfügen. Auf der anderen Seite wird ein Mitarbeiter des Lagerhalters informiert, sollte die Kamera außerhalb der Geschäftszeiten einen Vorgang aufnehmen. Die Standortsicherheit erhöht sich entscheidend, wenn jede ungeplante Bewegung automatisch an ein lokal ansässiges Sicherheitsunternehmen gemeldet wird.