Photovoltaik
Wenn die Statik von Logistikhallen zum entscheidenden Faktor wird

Von Christina Markfelder * 3 min Lesedauer

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Logistikhallen verfügen über enorme Dachflächen – gleichzeitig gehören sie zu den Gebäudetypen mit den geringsten statischen Reserven. Gerade bei Bestandsimmobilien scheitern Photovoltaikprojekte häufig nicht am Flächenangebot, sondern an wenigen Kilogramm zulässiger Zusatzlast pro Quadratmeter.

Kein reines Flächen-, sondern mehr ein Statikthema: Photovoltaik auf Logistikhallen.(Bild:  Ilzhöfer)
Kein reines Flächen-, sondern mehr ein Statikthema: Photovoltaik auf Logistikhallen.
(Bild: Ilzhöfer)

Zusätzliche Lasten durch Module, Unterkonstruktion und Ballast lassen sich oft nicht abbilden oder nur mit erheblichem baulichem Aufwand realisieren. Gleichzeitig wächst der Druck auf Logistikunternehmen, ihre Energieversorgung nachhaltiger zu gestalten. Steigende Strompreise, verschärfte ESG-Vorgaben sowie der Wunsch nach höherer Eigenversorgung und besserer Planbarkeit der Energiekosten rücken Photovoltaik auch für Bestandsimmobilien zunehmend in den Fokus. Um dieses Potenzial zu erschließen, sind Montagesysteme gefragt, die speziell auf lastkritische Dächer ausgelegt sind und sich in bestehende Gebäudestrukturen integrieren lassen.

Lastkritische Dächer als planerische Herausforderung

Bei Flachdächern von Logistikhallen bestimmen mehrere Faktoren die technische Machbarkeit einer Photovoltaik-(PV-)Anlage: die zulässige Zusatzlast, die Dachkonstruktion, Wind- und Schneelasten sowie die Möglichkeit, Ballast einzusetzen. Klassische Flachdachsysteme stoßen hier schnell an Grenzen, da sie häufig auf zusätzliche Gewichte angewiesen sind, um die erforderliche Standsicherheit zu gewährleisten.