Zwischen Zöllen und Gegenmaßnahmen
Wie Unternehmen ihre Lieferketten auf die neue Handelsrealität ausrichten

Von Karsten Rose * 4 min Lesedauer

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Der letzte Sommer hat eindrücklich gezeigt, wie sehr Handelskonflikte den Alltag globaler Lieferketten beeinflussen. Während die USA gleich für mehrere Handelspartner Barrieren geschaffen hat, haben Zölle, Beschränkungen und Vergeltungsmaßnahmen die Handelsbeziehung zwischen Brüssel und Peking schwer belastet.

Bei den internationalen Handelsbeziehungen ist auf eine Rückkehr zu dauerhaft stabilen und vorhersehbaren Rahmenbedingungen kaum zu hoffen.(Bild: ©  Hub - stock.adobe.com)
Bei den internationalen Handelsbeziehungen ist auf eine Rückkehr zu dauerhaft stabilen und vorhersehbaren Rahmenbedingungen kaum zu hoffen.
(Bild: © Hub - stock.adobe.com)

Die Auswirkungen machen sich branchenübergreifend bemerkbar. Nicht nur die Automobil- und Rohstoffindustrie, sondern auch Unternehmen in der Lebensmittelbranche, im E-Commerce und vielen anderen Bereichen müssen nun mehrere Spannungsfelder zugleich im Auge behalten.

Geopolitische Entscheidungen wirken sich dabei auf ganze Netzwerke an Lieferanten, Fabriken und Vertriebskanälen aus. Eine Zollverordnung aus Washington kann etwa eine Entscheidung in der europäischen Industrie in eine andere Richtung lenken und chinesische Rohstoffbeschränkungen Produktionsanlagen Tausende Kilometer entfernt ins Stocken bringen. Für Supply-Chain-Verantwortliche ist diese Instabilität längst zur neuen Normalität geworden. Doch wie lässt sich mit dieser Unsicherheit planen?