Logistik-Awards Wissenschaftspreis Logistik 2023 in Berlin vergeben

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Auf dem 40. Deutschen Logistikkongress hat Dr.-Ing. Mirko Kück den diesjährigen Wissenschaftspreis Logistik erhalten. Für seine Dissertation hat Kück zu einer Wortneuschöpfung gegriffen: „Selbination.“ Das ist ein hybrides Meta-Lernverfahren zur automatischen Selektion und Kombination geeigneter Prognosemodelle für die Produktionsplanung.

Dr.-Ing. Mirko Kück: „Die Stärken und Schwächen verschiedener Modelle sind für viele Anwender nur schwierig erkennbar.“(Bild:  BVL)
Dr.-Ing. Mirko Kück: „Die Stärken und Schwächen verschiedener Modelle sind für viele Anwender nur schwierig erkennbar.“
(Bild: BVL)

In seiner Arbeit zeigt Kück ein innovatives Beispiel zur Unterstätzung von Unternehmen in Supply Chains durch Methoden der Data Science und der künstliche Intelligenz (KI). „Selbination“ ist ein Kunstwort aus „Selektion“ und „Kombination“. Unternehmen, die regelmäßig die Kundennachfrage für eine große Produktpalette prognostizieren müssen, können heute unter zahlreichen Prognosemodellen wählen. Für Absatzplanungen hat Mirko Kück mehrere Dutzend davon ermittelt und getestet.

Die Stärken und Schwächen verschiedener Modelle sind für viele Anwender nur schwierig erkennbar.

Dr.-Ing. Mirko Kück

Hier setzt die Dissertation von Kück an: Der Datenexperte hat ein hybrides Verfahren entwickelt, das automatisch für jede Zeitreihe mögliche Prognosemodelle prüft und die geeigneten selektiert beziehungsweise kombiniert. So sollen möglichst robuste Prognosen entstehen. Anhand von empirischen Studien und realer Datensätze industrieller Kundennachfrage konnte Kück nachweisen, dass das entwickelte Verfahren von hoer praktischer Relevanz für Unternehmen der Produktion und Logistik ist.

Prognosen auch ohne Expertenwissen

Die verbesserte Wirtschaftlichkeit hätte sich in den Untersuchungen durch eine Erhöhung der Logistikleistung in Form von hohen Servicegraden bei gleichzeitig niedrigen Sicherheitsbeständen und folglich geringen Logistikkosten gezeigt. Besonders für Unternehmen in der Konsumgüterindustrie oder für Handelsunternehmen sei das neu entwickelte Selbinationsverfahren interessant. Es funktioniert, wie es heißt, vollautomatisch und ermöglicht dadurch auch solchen Unternehmen genaue Nachfrageprognosen, denen es an Expertenwissen hinsichtlich geeigneter Prognosemodelle fehlt. (bm)

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