Kombinierter Verkehr 140 Millionen Euro frisches Kapital für Leipziger Cargobeamer

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Das Cargobeamer-System besteht bekanntlich aus patentierten Waggons, Umschlagterminals und Logistiksoftware, die es auch nicht-kranbaren Sattelaufliegern ermöglichen, am Transport auf der Schiene teilzuhaben. Jetzt haben sich die Leipziger 140 Millionen Euro Investitionskapital für ihre umweltfreundliche Variante des Güterverkehrs gesichert.

In einem Cargobeamer-Terminal werden Trailer horizontal verladen. Derzeit verkehren Cargobeamer-Züge in Deutschland, Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich.(Bild:  Cargobeamer)
In einem Cargobeamer-Terminal werden Trailer horizontal verladen. Derzeit verkehren Cargobeamer-Züge in Deutschland, Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich.
(Bild: Cargobeamer)

Alleine 90 Millionen Euro erhält Cargobeamer, wie es heißt, im Umfeld seiner aktuellen Series-B-Finanzieungsrunde für Neubauprojekte von den Verkehrsministerien in Deutschland und der Schweiz. Die Mittel sollen in den Ausbau zweier hochinnovativer Terminals zum Umschlag von allen Arten von Sattelaufliegern in Kaldenkirchen (Deutschland) und Domodossola (Italien) nahe Mailand fließen. Damit treibe Cargobeamer seine europäische Expansion weiter voran. Zu den Kapitalgebern zählen neben Privatinvestoren mit dem deutschen Eisenbahn-Bundesamt und dem Schweizer Bundesamt für Verkehr auch die öffentliche Hand. Der Anteil der Eidgenossen in Höhe von 40 Millionen Euro wird dem italienischen Terminal zugute kommen. Zusätzlich hat sich Cargobeamer im Rahmen der Series-B-Finanzierung weitere rund 50 Millionen Euro von privaten Investoren gesichert. Angeführt wurde der Investorenkreis von dem Family-Office der Familie Albrecht (Nordwind Ventures), wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Dass nun in großem Maße öffentliche Gelder in Cargobeamer fließen, ist ein großer Beleg für die Bedeutung unserer Technologie – und ein zusätzliches starkes Argument im weiteren Fundraising-Prozess.

Nicolas Albrecht, CEO von Cargobeamer

Die jüngsten Kapitalzusagen unterstreichen erneut die Stellung von Cargobeamer als vielversprechendes, vollständig in privater Hand befindliches Unternehmen im Bereich des kombinierten Verkehrs (KV) in Europa. Im operativen Kerngeschäft arbeitet Cargobeamer nach eigenen Angaben „trotz starken Wachstums bereits profitabel“ und unterhält neben den Standorten in Kaldenkirchen und Domodossola ein erstes vollumfänglich automatisiertes Umschlagterminal im nordfranzösischen Calais. Gemeinsam mit Partnern werden weitere Standorte in Perpignan (Frankreich), Ashford (Großbritannien) und Bari in Italien angefahren. Das Wachstum des Unternehmens könne sich nach der jüngsten Kapitelspritze nun drastisch beschleunigen, wie es heißt. In den kommenden zehn Jahren sollen europaweit insgesamt 18 Terminals und bis zu 50 Routen entstehen, die einen erheblichen Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstoßes im europäischen Güterverkehr leisten werden, wie aus Leipzig verlautbart. (bm)

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