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Fördertechnik

An die Kette gelegt

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Bis zu 650 Paletten pro Stunde können damit abgefertigt werden. Außer auf die hohe Leistungsfähigkeit des Systems, legte Koch International auch großen Wert auf den Nachhaltigkeitsaspekt. Im Vergleich zu anderen Automatisierungslösungen ist die Kette deutlich effizienter. Das macht sich unter anderem im geringen Verschleiß von weniger als 0,2 % Prozent pro Jahr bemerkbar. Entsprechend niedrig ist auch der Wartungsaufwand. Nicht zuletzt sind die Schulungen für die Mitarbeiter sehr übersichtlich: Schon innerhalb eines Tages ist der Umgang mit dem System Egemin zufolge zu erlernen. Damit wird die Spedition ihren Ansprüchen an eine ökologische und ökonomische Arbeitsweise mehr als gerecht.

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Egemin implementierte bei Koch International seine „E`tow“-Lösung als ein klassisches Cross-Dock-System für Transportlogistiker. Kommen die Paletten an einem der insgesamt 129 Tore der Halle an, werden sie von einem Mitarbeiter auf einem freien Handgabelhubwagen platziert und dieser in die Kette eingehängt. Per Scan wird die Sendung mit dem Handgabelhubwagen verheiratet. Die weitere Identifikation und die Steuerung erfolgen über den integrierten RFID-Tag und über die RFID-Boxen in der Anlage. Darüber funktionieren zum einen die Steuerung und die Konfiguration des Systems, zum anderen aber auch die komplette Informationsverwaltung und die Visualisierung. Alle Systemdaten laufen in „E`tis“ zusammen: sowohl reine Systemmeldungen oder Anzeigen von Störungen als auch einzelne Daten zu abgefertigten Sendungen. Die Software schickt die Aufträge nach dem Scan auf die virtuelle Reise über die Kette bis zum entsprechenden Ausschleusungspunkt. Dort wird die Ware manuell abgenommen und auf einem Pufferplatz zur Abholung bereitgestellt.

Nachverfolgung von der Ein- bis zur Ausschleusung

Die Hubwagen sind für Gewichte bis zu 1300 kg und eine Länge von maximal 1,3 m ausgelegt. Hierüber hinausgehende Ladungen werden per Flurförderzeug zum Bestimmungsort befördert. Dies macht bei Koch International einen geringen Anteil aus. Durch die Einführung der Kette konnte das Unternehmen die Staplerflotte im Vergleich zu vorher um 30 Flurförderzeuge reduzieren. Das sorgt für extrem strukturierte Arbeitsabläufe in der Halle. Dazu tragen auch die RFID-Chips in den Handgabelhubwagen bei. Solange sich die Waren auf dem Hubgabelwagen befinden, können sie nachverfolgt werden – von der Einschleusung bis zur Ausschleusung. Die Mess- und Wiegestationen liefern zusätzliche Daten, ebenso wie die neue Videotechnik in der Halle.

Attraktivitätsplus mit Unterflurkettenanlage

„Ganz klar: Durch die Kette haben wir unseren Kundenservice nochmals deutlich verbessert“, resümiert Uwe Fieselmann. „Nicht nur, weil wir den hohen Durchsatz jetzt bewältigen können. Wir sind nun auch in der Lage, unseren Kunden direkt vor Ort zu zeigen, wie wir intralogistisch aufgestellt sind – Transparenz sorgt in unserer Branche für mehr Vertrauen.“ Bis heute haben sich auch die Mitarbeiter gut an das neue System gewöhnt. Ziel ist es, die Lagerlogistiker weiterhin so an die Kette heranzuführen, dass jeder jeden beliebigen Prozessschritt durchführen kann. Die vollständige Integration in den Boden induziert zudem eine freie Bodenfläche und eine sichere Arbeitsumgebung.

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