Potenziale nutzen

Auftragsflut im Projektgeschäft kann Unternehmen schnell überlasten

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Zur aktiven Förderung des Teamgedankens muss die Führung regelmäßig Kontakt zur Belegschaft vor Ort suchen. Damit unterstreicht sie auch die Bedeutung der Belegschaft, was die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter erhöht. Die Verbesserung des Betriebsklimas ist oft die Grundvoraussetzung für die Optimierung der internen Prozesse, da so der Widerstand gegen Verbesserungsmaßnahmen leichter überwunden werden kann.

Zur Optimierung interner Geschäftsprozesse setzt die Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner insbesondere auf zwei Erfolgsfaktoren: Produktionsgespräche vor Ort und die eindeutige Festlegung der Verantwortlichen im Projekt.

Frühzeitig alle am Projekt beteiligten Arbeiter einbinden

Mit den Produktionsgesprächen vor Ort werden zwei Ziele verfolgt: Zum einen soll die Produktion bei auftretenden Problemen schnell und zielorientiert unterstützt werden, zum anderen soll der Teamgedanke und die Verantwortlichkeit für ein Projekt gestärkt werden. Alle Projektbeteiligten treffen sich in einem täglichen Meeting vor Ort an der jeweiligen Maschine und erhalten vom Produktionsverantwortlichen eine kurze und prägnante Schilderung der aufgetretenen Probleme, welche die reibungslose Weiterarbeit verhindern. Die anwesenden Projektbeteiligten können somit nach Absprache die jeweiligen Probleme zeitnah lösen.

Mit der frühzeitigen Festlegung der verantwortlichen Projektbeteiligten soll bezweckt werden, dass sich alle Projektbeteiligten wie im Mannschaftssport aufeinander einspielen können und mit den aktuellen Herausforderungen des Projektes bestens vertraut sind. Aus diesem Grund sollte von der frühen Phase der Projektierung bis zum Projektabschluss das Projektteam nicht mehr verändert werden.

Interdisziplinäre Projektteams möglichst früh formen

Durch die frühzeitige Verschweißung der interdisziplinären Projektteams werden aus den Schnittstellen des Unternehmens Nahtstellen geformt, die bereits von Anfang an das Potenzial des gesamten Unternehmens ausnutzen, um kreative und bereichsübergreifende Lösungen für das Projekt und somit das Unternehmen zu finden. Zudem können mit der frühzeitigen Einbindung der Projektbeteiligten potenzielle Qualitätsmängel oder Kosten- und Terminprobleme schneller erkannt werden und geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

In Projekten, in denen die Überlastung die Ursache für die aktuelle angespannte Situation war, hat es sich bewährt, auf wenige, jedoch gezielte Aktionen zu setzen. Mit den aus zwei konträren Richtungen kommenden und sich in der Mitte treffenden Aktionen „Gate“ und „Fit“ wird es den betroffenen Unternehmen möglich, sich aus dem Teufelskreis der Überlastung zu befreien und gleichzeitig durch zukunftsweisende Entscheidungen die Weichen für ein nachhaltiges Wachstum zu stellen.

Mathias Ganzmann und Andreas M. Lohner arbeiten bei der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner in 80335 München.

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