Lkw Augustin baut Flotte mit Biodiesel-Lkw aus

Augustin Network, Teil der im österreichischen Straßwalchen ansässigen Augustin Quehenberger Group, stockt seinen Eigenfuhrpark stark auf: Die international agierende Spedition hat 100 neue Lkw von Mercedes mit der modernsten Motorengeneration angeschafft. Die Flotte wächst damit um 50 auf 560 Fahrzeuge, die übrigen 50 Lkw sind Ersatzfahrzeuge.

Anbieter zum Thema

Dieser Zuwachs sei aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung notwendig, ein weiterer Ausbau im kommenden Jahr geplant. Das gab Jürgen Huth, Geschäftsführer der Augustin Freight GmbH, kürzlich am Unternehmenssitz in Straßwalchen bekannt.

Alle neuen Lkw entsprechen den strengsten EU-Richtlinien

Alle neuen Fahrzeuge entsprechen Unternehmensangaben zufolge den derzeit strengsten Lkw-Vorschriften innerhalb der Europäischen Union, der Norm Euro 5 EEV, deren Erfüllung jedoch freiwillig ist. Vor allem im Bereich des CO2-Ausstoßes reduzieren Motoren dieser jüngsten Generation die Umweltbelastung nochmals.

Auch beim Treibstoff hat Augustin Network eine Veränderung vorgenommen: Das Unternehmen setzt seit einem halben Jahr bei der gesamten Flotte Biodiesel ein. Alle neuen Fahrzeuge sind mit modernsten GPS- und Telematikgeräten (Fleetboard) ausgerüstet, die eine bessere Disposition des Fahrzeugs ermöglichen. Unter anderem erfolgt bei Abweichungen von der Tourenplanung frühzeitig eine Benachrichtigung des Ladungsempfängers.

Der Eigenfuhrpark von Augustin Network soll auch im kommenden Jahr um mehr als 5% wachsen, wie es heißt. Parallel dazu werden bereits jetzt die Kapazitäten der Auflieger erhöht, vor allem die Kühlauflieger werden noch 2010 um 50 Einheiten aufgestockt.

Fahrertrainings sollen Kohlendioxid-Ausstoß der Lkw reduzieren

Eine deutliche Reduktion des Treibstoffverbrauchs will man bei Augustin Network durch Fahrertrainings erreichen, die zwei Fahrtrainer mit den rund 700 Fahrern des Unternehmens durchführen.

Eine optimierte Fahrweise erlaubt Einsparungen von 5% des Gesamtverbrauchs. Die Fahrertrainings werden deshalb gezielt durchgeführt und orientieren sich am tatsächlichen Fahrstil des Fahrers. Sie beschränken sich also nicht auf allgemeine Hinweise oder Übungen.

Augustin baut Carrier-Management auf

Neben der Optimierung des Eigenfuhrparks baut Augustin Network eine Carrier-Management mit jenen Frachtunternehmen auf, mit denen das Unternehmen bevorzugt zusammenarbeitet. Diese Carrier — eigenständige Frachtführer mit etwa 10 bis 40 Lkw — verpflichten sich, nach den gleichen Qualitätskriterien zu arbeiten wie der Eigenfuhrpark von Augustin Network. Sie nutzen andererseits die Vorteile einer Gruppe, zum Beispiel eine verbesserte Auslastung oder vorteilhafte Einkaufsbedingungen.

„Ziel des Carrier-Managements ist ein erweiterter Service gegenüber dem Kunden. Für ihn werden alle Destinationen und alle Dienstleister aus einer Hand gemanagt und laufen optimiert“, so Huth. Die Kunden seien durch dieses Angebot weniger auf den Frachtraum-Spotmarkt angewiesen, bei dem die Qualitätsbedingungen meistens unklar blieben.

(ID:365485)