Kommissioniersysteme

Automatisiert in die Zukunft

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„Bisher hatten wir keinerlei praktische Erfahrung mit automatisierten Logistikprozessen und haben wie eine Vielzahl von mittelständischen spanischen Lebensmitteleinzelhändlern mit manuellen Pick-by-Voice-Systemen gearbeitet“, sagt Condis-Logistikchef Victor Escanciano. „Doch mit Blick in die Zukunft wollten wir unbedingt etwas ändern, weil wir sicher sind, dass wir die kommenden Herausforderungen in unserer Branche nur noch mit Hilfe eines automatisierten Systems wettbewerbsfähig und wirtschaftlich lösen können.“ Besonderes Augenmerk legte Condis hinsichtlich der System-Auswahl vor allem auf die Steigerung der Effizienz in den logistischen Abläufen, die Reduzierung der Logistik-Gesamtkosten, eine hohe Kommissionierqualität und die Vermeidung von Produktschäden.

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Bestehende Ressourcen effizienter nutzen

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Entscheidung war auch, dass bestehende Ressourcen, wie beispielsweise die vorhandenen Gebäudeflächen, noch effizienter genutzt werden können. „Als intern die strategische Entscheidung hin zur Automatisierung getroffen war, war uns klar, dass wir bei der Umsetzung nur einen einzigen Versuch zur Verfügung haben werden, der erfolgreich sein muss. Eine Back-up-Lösung mit einem zweiten Distributionszentrum würde es nicht geben“, so Escanciano. „Daher haben wir uns für Witron als Realisierungspartner entschieden. Aufgrund von Referenzbesuchen bei zahlreichen anderen Witron-Kunden waren wir absolut davon überzeugt, eine technisch ausgereifte und im Praxiseinsatz vielfach bewährte Lösung gefunden zu haben.“

Unterschiedliche Rahmenbedingungen

Mehr als die Hälfte der über 400 Condis-Supermärkte sind kleine, stark frequentierte Innenstadt-Lagen, die von Franchisenehmern betrieben werden. Diese stellen hinsichtlich der Belieferung ganz andere Anforderungen an die Logistik als beispielsweise die eigenen großen Filialen von Condis. „Doch auch unterschiedlichste Rahmenbedingungen, wie etwa spezielle Shop-Layouts, Kleinmengenlieferungen oder eine individuelle Festlegung des Maximalgewichts können durch das exakte Stammdaten-Handling mit OPM oder DPS für jeden Kundenauftrag flexibel umgesetzt werden“, erklärt Escanciano. Herausforderungen gab es für Witron auch bei der Logistik-Planung. Aufgrund von lokalen Bauvorschriften durfte eine Gebäudehöhe von zwölf Metern nicht überschritten werden. Ebenso war die Gebäudefläche fest definiert, auf der die automatisierten Logistik-Komponenten implementiert werden sollten. Und zu guter Letzt musste die Inbetriebnahme parallel zum Betrieb des Altsystems erfolgen, ohne die Auslieferung in die Märkte zu beeinträchtigen. „Aber auch diese Herausforderung hat unser Logistikpartner erfolgreich gemeistert.“.

Filialgerechte Kommissionierung mit OPM und DPS

Witron setzt bei Condis seine beiden Systemlösungen Order Picking Machinery (OPM) und Dynamic Picking System (DPS) ein. „Nach intensiver Analyse des vorhandenen Artikelspektrums, der Umschlaghäufigkeit sowie der Auftragsstruktur verspricht diese Kombination die höchstmögliche Effizienz, die niedrigsten Kosten per Pick sowie den kürzesten Return-on-Investment (ROI)“, erklärt Witron-Business Development Manager Jose Luis Fernandez.

Deutlich verkürzte Laufwege

Kleinvolumige Artikel werden im Behälter-Kommissioniersystem DPS nach dem Prinzip „Ware-zum-Mann“ beziehungsweise „Mann-zur-Ware“ kommissioniert. Die Artikel befinden sich, abhängig von der Auftragsstruktur, permanent oder bedarfsgerecht in der Pickfront, wodurch diese stets optimiert ist. Der Nachschub in die Kommissioniergasse erfolgt ausschließlich systemgesteuert durch Regalbediengeräte, ebenso die Rückführung von aktuell nicht für die Kommissionierung benötigter Produkte. Die Klassifikation der Artikelstruktur wird durch DPS kontinuierlich überprüft und angepasst. Aufgrund der statischen und dynamischen Bereitstellung der Lagerartikel verkürzen sich die Laufwege der Mitarbeiter um bis zu 75 %. Die Ergonomie spielt bei allen Prozessen eine zentrale Rolle.

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