Plattformstrategie/Automobillogistik

Beim neuen Golf setzt VW auf Lego und Logistik

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Zulieferer von VW müssen mittelfristig noch zwei Plattformen bedienen

Doch der MQB rechnet sich wohl nicht für alle Fahrzeugarten. „Wir erwarten, dass sich der MQB vor allem für Produkte ab einem gewissen Preisniveau durchsetzt. Einstiegsfahrzeuge werden wohl ohne Rücksicht auf den MQB auch in Zukunft nach Design to Cost entworfen. Dennoch sollte klargestellt werden, dass der MQB richtig ist, weil nur so die hohe Produktionsvielfalt mit kleiner Variantenstückzahl effizient realisiert werden kann“, vermutet Baader.

Das bedeutet für die Lieferanten: Sie werden mittelfristig noch Teile für zwei Plattformarten liefern müssen. Ein Insider berichtet, dass es bestimmt noch fünf Jahre dauern wird, bis VW alle seine Automodelle auf den MQB bauen wird.

Außerdem gibt es in näherer Zukunft für die großen Wagen auch noch den MLB (modularer Längsbaukasten). Von den standardisierteren Teilen, Baugruppen und Prozessen werden aber auch mittelfristig die Lieferanten profitieren, ist er sich sicher. Und: Der VW-Konzerneinkauf wird das sicherlich auch mit ausnutzen wollen, heißt es in Branchenkreisen.

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