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Leitstand gibt Kommissionier- und Verladeaufträge frei
Der LEO-MLS-Kommissionierleitstand zeigt den aktuellen Liefervorrat, unterteilt nach den Prozessen „Kommissionierung“ und „Verladung“, an und dient der geordneten Freigabe der Kommissionier- und Verladeaufträge an das Lager. Über eine integrierte Schnittstelle konnte der schon vorhandene Paletten- und Laderaumoptimierer problemlos implementiert werden. Die Kommissionierung und die Verladung erfolgen auf der Grundlage der Ergebnisse der Optimierer.
Für die Kommissionierung erzeugt der LEO-MLS-Kommissionierleitstand auf Basis der Ergebnisse des Palettenoptimierers je Mischpalette ein Arbeitspaket, das dem Kommissionierer auf seinem mobilen Datenerfassungs-(MDE-)Gerät angezeigt wird. Das MDE-Gerät führt den Mitarbeiter zu den Entnahmeplätzen und zeigt, wie viele Einheiten von welchem Material zu entnehmen sind.
Dabei können gleichzeitig Platzinventuren durchgeführt und sich zum Beispiel durch Bruch ergebende Mengendifferenzen direkt verbucht werden. Auch der Nachschub an die Kommissionierplätze kann zeitnah erfolgen. Nach erfolgter Kommissionierung wird ein SSCC-Etikett zur Kennzeichnung der Mischpalette erzeugt.
Erst nach beendeter Kommissionierung gibt der LEO-MLS-Kommissionierleitstand den Liefervorrat zur Verladung frei – zeitlich getrennt nach Misch- oder Vollpaletten.
Ein Verladeauftrag kann von mehreren Staplerfahrern gleichzeitig abgearbeitet werden. Zudem ist es alltägliche Praxis, dass ein Staplerfahrer gleichzeitig mit anderen Kollegen Ware auf mehrere Lkw verlädt. Die Verladung wird visuell über die Staplerterminals gesteuert, die dem Fahrer die Ergebnisse des Laderaumoptimierers als grafisches Beladebild anzeigen. Bei der Rückmeldung erledigter Arbeitspakete durch den Fahrer werden in SAP Versand-HU (Handling Units) erzeugt, die dazugehörenden TA quittiert und der Beladestatus gesetzt beziehungsweise fortgeschrieben.
Kurze Projektdauer und hohe Akzeptanz
Die Einführung der Lagerverwaltungskomponente WM sowie des von der SAP zertifizierten Add-on-Produktes LEO MLS zu Lagersteuerung und Kommissionierung zeichnete sich durch eine kurze Projektlaufzeit von insgesamt etwa fünf Monaten aus. Anfang April 2006 war der Produktivstart der Ortec-Gesamtlösung bei Römerquelle. Heute arbeiten abhängig von der Betriebsauslastung ein bis zwei Mitarbeiter mit der Leitstandsfunktion des LEO MLS, während etwa acht Mitarbeiter sich um die Ausführung der Arbeitspakete im Lager kümmern. Die kurze Einarbeitungszeit, die leicht verständliche Software- und Bedien-oberfläche sowie die geradlinigen Prozesse haben zu einer hohen Akzeptanz beigetragen.
Alle Ziele, die sich Römerquelle und CCHBC mit diesem Projekt gesetzt hatten, sind in vollem Umfang erreicht worden. Damit dient das mit Ortec erfolgreich umgesetzte Pilotprojekt bei CCHBC als „Best Practice“ für die anderen Lagerstandorte innerhalb des Konzerns. Die Skalierbarkeit der SAP-zertifizierten Lösung erlaubt den Einsatz in kleinen Lägern ebenso wie in großen Distributionszentren und wird damit als unternehmensweite Lösung für CCHBC weiter ausgebaut.
Der Komfort des alten Warenwirtschaftssystems konnte mit dem Ortec-Portfolio vollständig in die SAP-Welt übertragen werden. Mit der Einführung des voll in die SAP-LES-Prozesse integrierten LEO MLS wurde eine transparente Verfolgung aller Palettenbewegungen von der Einlagerung über die Mischkommissionierung bis zur Verladung erreicht.
Henrike Bachthaler arbeitet im SAP Business Development der Ortec Logiplan GmbH in 27793 Wildeshausen, Tel. (04431) 7377-0, hbachthaler@ortec.com; Cindy Jurtz ist im Marketing des Unternehmens beschäftigt.
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