Verteilzentren

Bilstein Group trotzt dem Brexit

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Die Artikel werden im OPS nach dem Ware-zum-Mann-Prinzip auftragsbezogen und sequenziell für die Kommissionierung bereitgestellt. Der Kommissionierer wird dabei mittels Terminal-Dialoge übergangslos durch den gesamten Prozess geführt. Integrierte Sequenzpuffer entkoppeln die Versorgung von Quellbehältern durch Regalbediengeräte vom Kommissionierprozess. OPS ermöglicht die Lagerung und Kommissionierung in einem System. Neben einer seriellen 1:1-Kommissionierung wäre ebenso eine parallele Kommissionierung in mehrere Auftragsbehälter beziehungsweise direkt in den Kundenkarton möglich. Diese Flexibilität schätzen Unternehmen in der Distribution von Fahrzeugteilen, denn so ist eine Kombination von Filial-, Werkstatt- und E-Commerce-Geschäft möglich.

Mittelpunkt des manuellen Logistikbereiches ist das Schmalgang-Palettenlager mit mehr als 10.000 Palettenstellplätzen und integrierten Kragarmregalen mit zusätzlichen 720 Stellplätzen. „Hier lagern wir vor allem schwere und großvolumige Artikel“, erklärt Dodgson. Schmalgangstapler und ein Witron-Datenfunksystem unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort bei der wegeoptimierten Kommissionierung. Gesteuert wird das manuelle Lager – wie auch das OPS-System – über ein multifunktionelles Witron-WMS.

Vorbild Ennepetal

Seit vielen Jahren betreibt Ferdinand Bilstein in der deutschen Firmenzentrale am Standort Ennepetal ein hochdynamisches Logistikzentrum, welches ebenso von Witron geplant und realisiert wurde. Dort werden an einem Spitzentag aus einem Sortiment von 50.000 Artikeln über 92.000 Auftragspositionen kommissioniert und in mehr als 170 Länder verschickt. „Auf 227.000 Behälterstellplätzen und 72.000 Palettenstellplätzen stehen mehr als 100 Mio. Teile zur Auslieferung ins In- und Ausland bereit. Ein 15 Mann starkes Witron-On-site-Team kümmert sich im Dreischichtbetrieb um Service und Wartung aller Komponenten und Prozesse und gewährleistet so eine permanent hohe Anlagenverfügbarkeit. Ebenso gehören Aufgaben im Instandhaltungs- und Facility-Management zu deren Verantwortlichkeit.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 17 Bildern

„Wir haben uns für Witron entschieden, weil wir mit unserer Anlage in Deutschland sehr zufrieden sind. Die Logistikprozesse wollten wir in Markham Vale ähnlich aufsetzen, auch wenn der Automatisierungsgrad nicht ganz so umfangreich ist, wie in Ennepetal“, erklärt Felix Wortmann.

In Markham Vale umfasst das AKL 215.000 Behälterstellplätze, verteilt auf zwölf Gassen. Aufgrund der AKL-Ausstattung mit jeweils einem Regalbediengerät mit Doppel-Lastaufnahmemittel für das Handling von vier Behältern gleichzeitig sowie einer Doppel-Loop-Lösung können beeindruckende Durchsatzwerte erreicht werden.

Auch weitere wichtige Arbeitsbereiche für die Konfektionierung, wie beispielsweise die Arbeitsplätze der Produktpackerei (Reboxing) sowie der Satzpackerei (Kitting), wurden in das Gesamtkonzept integriert und werden durch das Witron-System ver- und entsorgt. Diese Konfektionierbereiche sind skalierbar und somit auch für die Zukunft flexibel erweiterbar. „Ziel ist, trotz Brexit weiter zu expandieren“, blickt Dodgson schon in die Zukunft.

Wie in Ennepetal hat sich das Unternehmen auch in UK für die Integration eines Witron-On-site-Teams entschieden. Da das Verteilzentrum in Markham Vale hinsichtlich Durchsatz und Fläche nur etwa ein Drittel so groß ist wie das in Deutschland, kümmern sich sechs Mechaniker im 1,5-Schicht-Betrieb um den reibungslosen Materialfluss.

Automatisierung profitiert vom Brexit

„Unsere Wettbewerber haben nach der Brexit-Entscheidung ihre Logistikkapazitäten in England heruntergefahren. Wir sind noch da“, ergänzt Dodgson stolz und lacht. Der Brexit treibt ihn und seine Kolleginnen und Kollegen immer noch um. „Gegenwärtig ist der Anteil manueller Logistikzentren in England noch sehr hoch. Doch das wird sich ändern“. Davon ist Dodgson überzeugt. „Die Automatisierung wird stark profitieren, wir werden die Prozesse noch weiter automatisieren müssen, betreiben Data Mining, um mehr Wissen über unsere Prozesse und Kunden zu bekommen, denn es fällt uns jetzt schon schwer, gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Das bestätigt auch Ulrich Schlosser von Witron. „Automatisierungsexperten in England zu finden ist sehr schwer.“

* Udo Schwarz ist Sales and Marketing Manager bei der Witron Logistik + Informatik GmbH in 92711 Parkstein, Tel. (0 93 65) 80 60-25, uschwarz@witron.de

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:46286728)