Schwerguttransport Brammentransporter geht selbst auf Reisen
Kamag Transporttechnik hat jetzt einen ganz besonderen Brammentransporter auf die Reise zum Kunden geschickt. Der Schwertransport hatte 71 m Länge und ein Gesamtgewicht von rund 360 t.
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Nicht nur der Schwertransport an sich ist außergewöhnlich: Mit 150 t Zuladung zählt das Industriefahrzeug von Kamag, Teil der TII Group, zu den Nutzlast-stärksten in diesem Segment. Entwickelt wurde der Brammentransporter mit der am Markt außerordentlichen Nutzlast im Auftrag des Stahlgiganten ArcelorMittal. Neben der hohen Zuladung erwartete dieser Kunde eine sehr hohe Hubleistung der Greifzangen, mit deren Hilfe die großen Stahlblöcke angehoben werden: 2,5 m in 25 s.
Je nach Ausführung haben die Brammen, die mit der Neuentwicklung innerbetrieblich in Stapeln transportiert werden, Stückgewichte um die 30 t. Wenn sie aus der Strangpresse kommen, sind sie noch bis zu 900 °C heiß. Der dadurch bedingte extrem hohe Temperatureintrag ins Fahrzeug erfordert deshalb zahlreiche technische Schutzmaßnahmen.
Aufwendige Verladung
Insgesamt maß der Schwertransport eine Länge von 71, eine Breite von 6,6 und eine Höhe von 5,4 m. Bei der aufwendigen Verladung auf die Schwerlastkombination kamen zwei Autokräne des Ulmer Unternehmens Rieger und Moser zum Einsatz. Der Weg führte den Schub- und Zugverband vom Kamag-Werk im Industriegebiet Ulm-Donautal über 260 km öffentliche Straßen bis zum Heilbronner Hafen. Dort wurde der Brammentransporter für die letzte Etappe bis zum Dock des Stahlproduzenten auf ein Binnenschiff umgeschlagen.

Brammentransporter sind nur eine der Transportlösungen, die Kamag Transporttechnik der Stahlindustrie anbietet. Der Ulmer Hersteller von Sonderfahrzeugen fertigt außerdem Schlacke-, Gießpfannen-, U-Rahmen- sowie Schrottkorbtransporter, Industriehub- und Coil-Fahrzeuge. Alle diese Transportmittel sind für die extremen Bedingungen der Stahlproduktion wie große Hitze, hohe Tonnagen, Schmutzeintrag und staubiges Schüttgut ausgelegt.
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