Flurförderzeuge

Brennstoffzellen im industriellen Staplereinsatz

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Nach dem Routen-Zug-Prinzip transportiert der Wasserstoff-Frontstapler sowohl Fertigteile zum Distributionszentrum als auch Spachtelmassen, Industrie- und Autolacke zwischen den verschiedenen Produktionsstätten und Fabriken. Im Gegensatz zum Schlepper kann der Frontstapler unterschiedliche Lasten bis zu 2,5 t an den Übergabeplätzen auf die Palettenförderer heben.

Brennstoffzellen-Schubmaststapler für den innerbetrieblichen Transport

Für den innerbetrieblichen Transport im Distributionszentrum wird der intelligente Brennstoffzellen-Schubmaststapler Still FM-X 20 eingesetzt. Er transportiert die Paletten von den verschiedenen Übergabeplätzen des automatischen Hochregallagers und der Kleingebindeanlage zur Vorkommissionierungszone.

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Mit der Brennstoffzellentechnik hat Still bei der Konstruktion der Fahrzeuge einen zukunftsweisenden Schritt unternommen. Bei dieser Technik wird lediglich Wasserstoff in wenigen Minuten getankt, anstelle der langen Ladezeiten oder dem oftmals schwierigen und umständlichen Batteriewechsel.

Brennstoffzellen-Antrieb bietet höheren Wirkungsgrad

Darüber hinaus bietet die Gewinnung elektrischer Energie aus der chemischen Bindung von Wasserstoff und Sauerstoff große Vorteile: Zum einen ist der Wirkungsgrad von 60% höher gegenüber 40% bei herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Zum anderen ist die Verbrennung von Wasserstoff nahezu unerschöpflich, schadstofffrei und schont die Umwelt. Allerdings ist die Brennstoffzellentechnik aufgrund der noch sehr hohen Produktionskosten für Wasserstoff zurzeit nicht wettbewerbsfähig.

Die Chancen der Brennstoffzellen-Technik werden aber steigen, wenn Wasserstoff umweltfreundlich erzeugt wird; mithilfe der Solartechnik ist dies ohne CO2-Emissionen technisch möglich. Im Zuge der Klimadiskussion erhält die Brennstoffzelle daher möglicherweise ein größer werdendes Gewicht. Bis zur Serienreife dürfte es aber noch einige Jahre dauern.

Dipl.-Phys. Gerd Knehr ist freier Fachjournalist in 72760 Reutlingen.

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