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Eine wichtige Rolle für das Kundenvertrauen spielt natürlich die Sicherheit. Am Standort Ginsheim-Gustavsburg sind Kameras installiert sowie Bewegungsmelder an allen möglichen Türen und Toren. Ein eigener Werkschutz-Mitarbeiter scannt zusätzlich jeden mit einem Metalldetektor, der das Lager verlässt. Das ist wichtig, denn teilweise werden Materialien eingelagert, die nicht wieder zu beschaffen sind. Nicht alles, was beispielsweise vor fünf Jahren produziert wurde, kann ohne Weiteres nachproduziert werden.
Auf dem heiß umkämpften Computer-Markt, auf dem eine Reihe bedeutsamer Anbieter um Marktanteile ringen, kommt gerade der Servicequalität eine enorme Bedeutung zu. Beim Kauf entscheiden noch bestimmte Leistungsparameter und natürlich der Preis des Rechners über die Anschaffung. Ob der Kunde aber wirklich zufrieden ist mit seinem Produkt, stellt sich erst einige Lebensjahre danach heraus. „Die Grundvoraussetzung, die wir erfüllen müssen, ist die, aus einem im Moment unzufriedenen Kunden, der einen Defekt an seinem Gerät hat, schnell wieder einen zufriedenen zu machen“, erklärt Kurzbuch. Der Kunde muss positiv überrascht sein, wie schnell ihn der Lieferservice von Fujitsu Siemens mit den dringend benötigten Ersatzteilen versorgt, damit er wieder kommunizieren oder mit dem Computer arbeiten kann.
Geforderte Servicequalität ist der alles entscheidende Faktor
Die geforderte Servicequalität ist der alles entscheidende Faktor in der Kontraktlogistik. Ob es um kürzeste Durchlaufzeiten im Lager geht, um späte Cut-Off-Zeiten (bis zu welchem Zeitpunkt das Order-Management seinen Auftrag noch platzieren kann) oder um die Anbindung an Distributeure und Integratoren: Alles hat sich der Servicequalität unterzuordnen. Dabei beträgt der Lieferservicegrad, also der Anteil der täglich hereinkommen Aufträge, die auch erfolgreich bearbeitet werden, über 99,9%.
„Das ist unsere Messgröße. Alle Aufträge, die bei uns eingehen, und das sind über 4000 täglich, müssen wir mit 99,9%iger Vollständigkeit auch zum Versand bringen. Alles rankt sich darum, dass am Ende eine Kundenzufriedenheit wiederhergestellt werden muss — und zwar dringend“, erklärt Kurzbuch. „Das ist unser Auftrag, und dem haben wir uns hier verpflichtet. Daraufhin sind sämtliche Prozesse hier am Standort geplant, designed und eingerichtet.“
Damit das alles funktioniert, braucht Kurzbuch gute Leute und die richtigen technischen Voraussetzungen, wie beispielsweise ein hervorragendes IT-System. SIL arbeitet mit SAP LES, das Schenker im eigenen Haus weiterentwickelt und implementiert.
Zwei Linien bestimmen die Ersatzteilversorgung
Grundsätzlich wird auf zwei Linien mit Ersatzteilen beliefert: Zum einen ist das der technische Service, der allein über Techniker abgewickelt wird. Auf der anderen Seite gehen die Ersatzteile auch an die Fachhändler von Fujitsu Siemens Computers. Der Servicepartner im Fachhandel kann über das World Wide Web bestellen. Alle Aufträge laufen zuerst in das System des Kunden, also Fujitsu Siemens Computers.
Beim technischen Service läuft es anders: Der Techniker ver- oder entsorgt sich über seine Drop-Off-Points oder seinen Kofferraum. Teilweise werden Waren noch vor dem Morgengrauen direkt in den Kofferraum des Technikers geliefert. Das heißt, der Kurierfahrer, der die Ware feinverteilt, hat die Schlüssel der Techniker-Autos und muss diese zuerst einmal finden. Teilweise haben die Kurierfahrer aber auch Schlüssel zu Boxen, Garagen oder Kellern der Servicetechniker. Diese Art der Ersatzteilversorgung hat sich zuerst in der Automobilindustrie und in der Hightech-Industrie entwickelt, wo es aufgrund der Dringlichkeit der Ersatzteile wichtig ist, dass man schneller distribuiert als innerhalb der üblicherweise 24 Stunden.
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