Kontraktlogistik Computer-Ersatzteile für den Weltmarkt

Autor / Redakteur: Bernd Maienschein / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Seit 2004 betreibt Schenker Industrial Logistics (SIL), auf Kontraktlogistik für die Hightech-Industrie spezialisierter Dienstleister, die weltweite Ersatzteillogistik für Fujitsu Siemens Computers (FSC). Neben technischen Voraussetzungen wie einem hervorragenden IT-System ermöglichen es vor allem etwa 80 qualifizierte Mitarbeiter, das gegen-über FSC abgegebene Leistungsversprechen einzuhalten.

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Schenker Industrial Logistics (SIL), seit 2003 in der Schenker-Gruppe aktiv, ist aus einem strategischen Joint Venture zwischen Schenker (51%) und Siemens (49%) entstanden. Hinter dieser bisher wohl einmaligen Konstellation stand die Überlegung, ein operatives Logistikgeschäft auf Siemens-Seite outzusourcen und gleichzeitig gewisse Aktivitäten aus diesem Portfolio als Plattform für weitere Siemens-Geschäftseinheiten zur Verfügung zu stellen. Aus Siemens-Sicht gab es somit einen guten Grund, kein Outsourcing in Form einer klassischen 1:1-Vergabe an einen Dienstleister durchzuführen, sondern als stiller Partner eines Joint Ventures zu agieren.

Fokussierung auf ein klares Leistungsspektrum

Verfügte das Joint Venture zum Start über ein eingebrachtes Umsatzvolumen von etwa 30 Mio. Euro, hat sich das Geschäft bis zum heutigen Tag mit über 60 Mio. Euro Jahresumsatz mehr als verdoppelt. SIL verfügt über rund 650 Mitarbeiter und ist mittlerweile über Deutschland hinaus in Belgien, Luxemburg, Tschechien sowie in Spanien aktiv.

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„Unsere Vorteile liegen ganz klar in der Fokussierung unserer Aktivitäten auf die Hightech- und Technologiebranche“, erklärt der Schenker-Industrial-Logistics-Geschäftsführer Detlef Kurzbuch. „Wir bieten keinen Bauchladen an Lösungen quer über alle Branchen an, sondern wir sind ganz klar fokussiert auf diese Kernbranchen und bieten dort ein ganz klares, dezidiertes Leistungs- und Produktspektrum an.“ Zum Kernbereich von Schenker Industrial Logistics gehören die Intralogistik, der Bereich Spare-Parts, Ersatzteillogistik und die Servicelogistik. Außerdem ist man in Nischen tätig wie dem Archivieren von Daten und Akten oder in der Druckstück-Logistik.

Am Standort Ginsheim-Gustavsburg in der Nähe von Frankfurt am Main betreibt Schenker Industrial Logistics eines seiner bedeutendsten Projekte: die gesamte weltweite Ersatzteillogistik für Fujitsu Siemens Computers. Von hier aus distribuiert man etwa 80% der Ersatzteile in Weteuropa und 20% in Drittländer.

Entscheidend für die Gesamtlösung ist der Standort

Die Standortnähe zum Frankfurter Flughafen kommt dabei nicht von ungefähr, wie Arno Laubenstein, Standortleiter in Ginsheim-Gustavsburg, erklärt. „Entscheidend für die Qualität der gesamten Lösung ist der Standort. Ich muss einen Standort wählen, von dem aus ich die Distribution in meine wichtigsten Länder erledigen kann. Ein wichtiger Part bei Fujitsu Siemens ist die Lieferfähigkeit rund um die Uhr. Das heißt, ich muss auch innerhalb der Nacht und am Wochenende viele Standorte in Europa erreichen können.“ Das wird natürlich zum einen durch Straßentransporte erreicht, aber eben auch durch Ware, die nachts geflogen wird, beispielsweise nach Italien, Spanien oder in die nordischen Länder. Die von der Lufthansa-Tochter Time Matters über Nacht dorthin gelieferten Teile werden teilweise in Techniker-Kofferräumen oder in so genannten Drop-Off-Points abgeliefert.

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