Krankenhauslogistik Der klassische Industrie-Einkauf wird im Krankenhaus etabliert

Redakteur: Victoria Sonnenberg

In Deutschland gibt es etwa 700.000 Medikalprodukte (keine Arzneimittel) auf dem Markt – etwa doppelt so viel wie in Frankreich oder dreimal so viel wie in Spanien, Italien und Großbritannien. Auf dem 30. Deutschen Logistik-Kongres stellen die Paul Gerhardt Diakonie Services GmbH (PGDS) und die Rhenus Eonova GmbH ihre enge Zusammenarbeit bei Einkauf, Lagerhaltung sowie Versorgung mit Medizinprodukten vor.

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Rhenus-Eonova-GF Sven Averhage: „Angesichts des in den Krankenhäusern vorherrschenden Kostendrucks kann auch bei der Logistik durch effiziente Outsourcing-Strategien Geld gespart werden.“
Rhenus-Eonova-GF Sven Averhage: „Angesichts des in den Krankenhäusern vorherrschenden Kostendrucks kann auch bei der Logistik durch effiziente Outsourcing-Strategien Geld gespart werden.“
(Bild: Maienschein)

„Die Stärken eines Krankenhausträgers liegen in der medizinischen Versorgung der Patienten und der Schaffung der dafür notwendigen Rahmenbedingungen. Rhenus Eonova verfügt über das erforderliche Know-how bei der Realisierung logistischer Prozesse. Die PGDS fokussiert sich dabei auf den Einkauf als strategische Aufgabe der Paul Gerhard Diakonie. Auf Basis dieser Grundkonstanten entwickelten beide Unternehmen gemeinsam die Lösungen für ein funktionierendes Supply Chain Management zur Versorgung unserer medizinischen Einrichtungen“, erläutert Sabine Köchling, Geschäftsführerin der Paul Gerhardt Diakonie Services GmbH. Die 100%ige Tochter des Paul Gerhardt Diakonie e.V. fungiert als Dienstleistungsunternehmen für Gesundheitseinrichtungen mit den Bereichen Einkauf und Logistik, Catering sowie Zentralisation und Reinigung.

Effiziente Outsourcing-Strategien sparen Krankenhäusern viel Geld

„Als Logistikdienstleister ist es unsere Aufgabe, die Bedürfnisse unserer Kunden zu kennen. Aus dieser vertieften Branchenkenntnis und mithilfe unseres umfangreichen Leistungsangebots können wir Kunden wie Paul Gerhardt Diakonie Services logistische Produkte offerieren, die zu finanziellen Entlastungen unserer Auftraggeber führen“, betont Sven Averhage, Geschäftsführer der Rhenus Eonova GmbH. „Angesichts des in den Krankenhäusern herrschenden Kostendrucks kann auch bei der Logistik durch effiziente Outsourcingstrategien Geld gespart werden – und das ohne die Qualität der Dienstleistungen zu minimieren beziehungsweise sie durch die Zusammenarbeit mit Logistikexperten sogar zu steigern.“

Beispielsweise kommen so Weiterentwicklungen der Warehousing-Software durch Rhenus Eonova, die für einzelne Gesundheitseinrichtungen in dieser Form nicht eigenständig zu erbringen wären, im Rahmen der logistischen Partnerschaft zum Einsatz und verbessern somit die Prozesse.

Versorgung von 23 Krankenhäusern mit 3900 Betten

Die Zusammenarbeit zwischen Rhenus Eonova und Paul Gerhardt Diakonie Services, damals noch als Verein zur Errichtung evangelischer Krankenhäuser firmierend, startete im Jahr 2004. Durch die Einrichtung eines Logistikzentrums im Berliner Westhafen in 2007 konnte das Supply Chain Management optimiert werden. Heute realisieren die beiden Partner aus der 2900 m² großen Anlage eine ganzheitliche organisierte Versorgung von 23 Krankenhäusern mit über 3900 Betten in Berlin und Umgebung.

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