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„Wir ermöglichen damit eine Qualifizierung der Studenten ganz dicht am Markt“, sagt Eberhard Hoelzgen, Sales Manager Middle East bei Trumpf. Trumpf hat insgesamt fünf Maschinen nach Kairo geschafft, die die gesamte Prozesskette Blech abbilden und beispielsweise für den Bau von Schaltschränken, Transformatoren, Klimaanlagen, Industrieküchen und Gebäudeverkleidung aller Art geeignet sind.
Studenten profitieren vom direkten Technologietransfer
Festo hat moderne Lernmittel für die technische Aus- und Weiterbildung installiert, darunter Laboreinrichtungen für pneumatische und hydraulische Anwendungen, Feldbustechnik, Anlagen für verschiedene Stufen der Automatisierung. „Markterfolg beginnt mit guter technischer Ausbildung“, ist Nael Abu Sinni, Regional Manager bei Festo, überzeugt. Kanzler Hamouda ist stolz auf die Partnerschaft mit den Firmen aus Deutschland und Österreich. „Unsere Studenten profitieren direkt vom Technologietransfer.“ Sie lernen, wie moderne Maschinen bedient werden, was sie leisten, wie ein Upgrade von Produktionslinien funktioniert, wie die Anlagen gewartet und repariert werden.
Für die deutschen Unternehmen ist heute schon klar: Der Industriepark an der GUC ist ein vielversprechendes Sprungbrett auf neue Märkte im Nahen Osten. In Ägypten hat DMG bisher knapp 500 Werkzeugmaschinen verkauft, Trumpf rund 100. Und es sollen in der Region deutlich mehr werden: Die Nachfrage wird in Zukunft vor allem in Nordafrika, Saudi-Arabien, dem Libanon und den Vereinigten Arabischen Emiraten wachsen, insbesondere in den Bereichen Kraftwerksbau, Energietechnik, aber auch im Automobilbau und der Lohnfertigung. „In all diesen Ländern hat made in Germany einen hervorragenden Klang“, weiß Aly.
Top-Kräfte fungieren als Schnittstelle zum Markt
Über den Erfolg bestimmen aber nicht nur Maschinen allein. Im Nahen Osten und in Nordafrika herrscht großer Mangel an Fachkräften, Ingenieuren und Werkzeugspezialisten, was die wirtschaftliche Entwicklung in vielen Ländern bremst. Die Partnerschaft zwischen GUC und den Unternehmen ist deshalb eine echte Win-Win-Situation: Absolventen der GUC tragen das westliche Know-how auf neue Märkte und sind wichtige Treiber der privatwirtschaftlichen Entwicklung.
Die Unternehmen wiederum verfügen über bestens ausgebildete Fachkräfte vor Ort, die als Schnittstelle zum Markt fungieren: Wer an deutschen Maschinen ausgebildet wurde, wird immer an deutschen Maschinen arbeiten wollen, ist sich Hoelzgen sicher. Außerdem dient der Industriepark als neutrale Plattform, auf der konkrete technische Anfragen privater Betriebe fachkundig bearbeitet und gelöst werden.
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